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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-02-15 · Heft 7 (15.2.1846) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 7 (15.2.1846)
Date
1846-02-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von irr. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land - Rabbinen;u Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den gcurzen Jahrgang, ohne das Literaturblatt (von welchem jede Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 o*f, mit demselben 5 Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 Nr. 7. Sonntag den 15. Februar 1840. WII# Jahrgang. U e b e r b l r ck. Haupt-Artikel: Die inneren jüdischen Zustände in Ungarn. (Schluß.) — Geschichte des Tages: Eisenach: Die russischen Juden. — Frankfurt a. M.: Die Abhaltung der Confirmationen. — Frankfurt a. M.: Rabbiner «rein. — Aus Galtzien: Die neue Amtstracht. Renegat Mayer. Inhalt des Literatur - Blattes: Theologische Bibliographie von Dr. Levy. (Schluß.) — Eine dogmatische Predigt von l>r. Herzfeld. Die inneren jüdischen Zustande in Ungarn. Eine Skizze von B-h. cvs Ungarn. (Schluß.) Den Lichtpunkt Oberungarns bildet unstreitig Großwardein, wo viel Sinn und Regsamkeit für jüdische und magyarische Bildung vorbanden ist, für welche letztere der magyarische Leseverein ins Leben gerufen wurde, wohingegen die erstere es noch nicht zur Organisirung einer ordentlichen Schule bat bringen können Man darf jedoch wohl hoffen, daß unter dem Rabbinate des vor kurzem berufenen Dr. Wahrmann der bessere Geist sich freier bewegen werde. Weniger gebildet, aber allgemeiner dem Fortschritte zugethan ist die Gemeinde zu Miskolz, Borsoder Comitat, und es ist daselbst neulichst eine woblorganisirte Schule errichtet worden, wobei ein sehr bedeutendes Legat wohl zu Statten kam. Wenig Ehre macht dieser Gemeinde ein gewisser aus Krakau herübcrgeflüchteter und durch ein Pamphlet gegen den vortrefflichen Holdheim berüchtigt gewordener Heilpern, und ich glaube der ungarischen Judenschaft einen Dienst zu leisten, wenn ich das eigentliche Vaterland dieses Menschen angebe. Wieder dunkler wird es um Tokai herum, wo auch der Chassidäismus sein böses Spiel treibt; dieser macht auch in der großen Gemeinde zu Szanto einem einfältigen und sehr rohen Rabbinismus Platz. Der Rabbiner daselbst ist, wie besonders in Oberungarn häufig der Fall ist, zugleich Kaufmann und hat einen so niedrigen Krämergeist entfaltet, daß er bereits einer Criminal-Untersuchung unterworfen worden. Diese schändliche Vereinigung des Rabbiner - und Krämerstandes wird durch die in Oberungarn noch allgemein herrschende rabbinische Autonomie hervorgerufen, wodurch die Rabbiner mit den geheimen Gängen und Schlichen der Krämerei vertraut werden und in

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