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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-01-18 · Heft 3 (18.1.1846) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 3 (18.1.1846)
Date
1846-01-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunz ehn ten Ia hrh nnd erts. Eine Wochenschrift für die Keimtnitz und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben Br. M Heß, Großhcrzogl. Weimar'schem Lanv - Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Literaturblatt (von welchem jede Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 , mit demselbcn 5 Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 Nr. 3. Sonntag den 18. Januar 1840. VII. Jahrgang. U e b e r b l i ck. Haupt-Artikel: Reformen im Judenthum. — Geschichte des Tages: Ans Baiern: Emancipations-Ansprüche. - Vorüber unteren Weser: Verschiedenes aus Hannover und Olvenburg. — Rteßer über das Charakteristische ver deutschen, ftanzöfischen, englischen und holländischen Juden. — Literarische Anzeige, Inhalt des Literatur-Blattes: Sendschreiben an den Rabbinen vr. Aub. Wir sehen uns veranlaßt, zu erklären, daß diesenigen Artikel, Aufsätze rc. im „Israeliten" sowohl, wie im „Literatur-Blatte", welche ohne Namenszeichen, oder von dem Wohnorte des Herausgebers vatirt find, diesen selbst zum Verfasser haben. Die Redaction. Reformen im Judenthum. Je weiter die Reform im Judenthuw vordringt und sich manifestirt, je mehr sie ibre Polypeuarmc nach allen Seiten bin ausstreckt und dem Hergebrachten, Veralteten ein Stuck um das andere abstreift und abkämpfr, desto mehr muß sich bei jedem Unbefangenen die Uederzcugung festsetzen, sie sei cm rechtschaffenes Kind der Zeit und der Gegenwart, dem die 'Anerkennung nicht versagt werden kann, sie bat ein Recht des Bestehens so gewiß, wie jede Neugeburt ein Recht dazu bat, sobald lieben in ihr ist und Kraft des Widerstandes. Und Leben ist in ihr. Das zeigt nicht blos die interessante Thatsache, daß selbst manche ihrer eifrigsten Gegner sich ihrer Umarmung nicht ganz entziehen können, daß selbst die Badenser Rabbiner und De. Frankel von dem traditioncllen Princip absallen und, wenn auch den Glauben, dies vieldeutige und wenigsagende Wort, im Munde, doch den Zweifel und die Abtrünnigkeit im Herzen tragen. Ich will daraus weniger Gewicht legen, weil ich, nach dem Grundsätze nor anx » n« p 'in gerne annehme, diese Männer seien sich ihres Zwiespaltes nicht bewußt, sie kalten das, was sie in Vorschlag bringen, für keine eigemliche Reform, sondern nur für — ich weiß selbst H^chl welche Kleinigkeit. Zst's denn aber wirklich Kleinigkttr und kein schneidender Eingriff in das Bewußtsein der Altgläubigen, welches sie doch respeknrcn und schonen wollen, wenn der Eine die Sektion der Leichen, der Andere den Genuß der Hülsenfrüchte am ncs, der Dritte sogar „die gewöhnlichen Oel, Butter

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