Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 2 (11.1.1846)
- Date
- 1846-01-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift fiir die Kenntniß und Reform -es israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von »r. M Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rab-inen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Literaturblatt (von welchem jede Woche ein halber-Bogen in groß Quart erscheint) 3 , mit demselben 5 «f. Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 #/*. Nr. S. Sonntag den 11 Januar 184«. VII. Jahrgang. U e b e r b l i ck. Haupt-Artikel: Offenes Schreiben an den Herrn /-Correfpondenten in Frankfurt a. M. Aus Galizien. — Geschichte des Tages: London: Jüdische Zustände. Leipzig: Die dortigen Zuden und der Oberrabbiner Frankel. — Frankfurt«. M.: Der Reformgeist in der israelitischen Gemeinde. — Miscellen. — Literarische Anzeige. Inhalt des Literatur-Blattes: Geiger's Recenfion voy-Hunz'S Schrift: „Zur Geschichte und Literatur". (Schluß.) Wir sehen uns veranlaßt, zu erklären, daß diejenigen Artikel, Aussätze re. im „Israeliten" sowohl, wie im „Literatur-Blatte", welche ohne Namenszeichen, oder von dem Wohnorte des Herausgebers datirt find, diesen selbst zum Verfasser haben. Die Redaction. Offenes Schreiben an den Herrn /- Correspondenten in Frankfurt a. M. Aus Galizien. Schon lange hege ich den lebhaften Wunsch Ihnen, geehrter Herr, meinen höflichen Dank für den mir durch Ihre geistreichen, witzsprühendcn Mittheilungen, die diesem Blatte zur wahren Zierde gereichen, gewahrten Genuß, öffentlich abzustatten, und Ihnen in schwachen Worten meine innige Freude über Ihre bewältigende Geschicklichkeit in Bekämpfung der lügnerischen, heuchlerischen, trügerischen Ritter der sogenannten Orthodorie, die sich seit kurzem wieder bis zum Eckel sprechen und dehnen und breit machen, kund zu geben, wobei ich mir auch einige unmaßgebliche Bedenken gegen manche Ihrer Aeußerungen zu erlauben gedachte; allein eine gewisse natürliche Scheu hielt mich davon ab, und dies um so mehr, alS ich Sie in einem, gelinde zu sagen, befremdenden Borurtheile gegen alles Polnische befangen sah, was mich befürchten machte, sie könnten meine offene Aeußerung geringschätzig übersehen, und sich durch meine gutgemeinten Bedenken zum Sarkasmus reizen lassen, und, offen gestanden! verspüre ich wenig Lust, Ihrem scharftreffenden Witze als Zielscheibe zu dienen. Nun seh' ich Sie aberseit einiger Zeit Ihre Pfeile von uns ab und auf den Amsterdamer Nasi mit seinen 77 — eine ominöse Zahl! — Nobelgardisten, wie auf den Dresdener Propheten, Zacharias mit der ihm gewordenen rto (Zacharias V. 3) — Adresse — gerichtet, und glaube, zumal Sie jetzt die Ueberzeuguug gewon-