Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 1 (4.1.1846)
- Date
- 1846-01-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit Ä>es neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kermtnist und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben »r. M Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehest durch allePostämter und Buchhandlungen. Press für den aanzenDahrgang, ohne das Literaturblatt (von welchem jede Woche jtm halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 qf't mit demselben 4 *f . Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 ool- Nr. 1. . Sonntag den 4 Janäar 184«. ni. Jahrgang. ' Ueber L It ck. jpaupt:Stttiiel: Der Beruf der jüdischen Presse,-^- Geschichte des Taqes: Frankfurta. ft.: Zittels Moriou für Religionsfteiheit. — Berlin: Die Vorlesungen vdst.StenMmd Sachs; der Schneider Zeller.— Aus Baierp: Jüdische Zustände. — Stuttgart: Emancipation der Juden. -^Dalldorf: NElyg. — Liturgisches. — Miscellen. 5ssNhalt des Literatur -BlatteSäöDle Redaction a^Iie Leser. — Geiger's Recension voir Zunz's Schrift: „Zur Geschichre und Literatur". :>. > -■ -* Wir sehen uns veranlaßt, zu erklären, daß diejenigen Artikel, Aussätze re. im „Israeliten" sowohl,-wie im „Literatur-Blatte", welche ohne Namenszeichen, oder von dem Wohnorte des Herausgebers datirt sind, diesen selbst zum Verfasser haben. Die Redaction. Der Beruf -er jüdischen Presse. Es möchte kaum ein Gegenstand von höherem, von freudigerem Interesse geben, als der hier bezeichnete, und. darum mögeler aud) den neuen Jahrgang unserer Zeitschrift einleiten und — eröffnen. — Von dem Beruf der jüdischen namentlich der journalistischen Presse konnte noch vor einigen Decennicn nicht die Rede sein. War ja damals Alles M und tobt; ^mr das starre Gesetz, wie es herkömmlich autorisirt und geheiligt ward, -t war Norm alles Denkens und Handelns-, und an einenLcbensproceß, an eine neue Schöpfung des '^ottentftammten Geistes aus dem ursprünglich lautern Luell der Lehre und des Gesetzes war nicht zu denken. — Und wenn auch Ein;ekne den, geschichtlich überkommenen Standpunkt - überschritten und zu einer neuern und höhern Auffassung der Idee dH Judentbums sich erhoben hatten, so standen sie doch mit ihreLr-hphern Ansicht noch isolirt da, und sandenD^en Bodei^für sie in dem Bewußtsein, in der * Zlnschämsüg ihrer Zeitgenossen und so konnte denn auch die journalistische Presse, diesfTrägerin und Spenderin der Ideen der Wt7^wkft''-Nm)t ihr wohlthatiges Geschäft üben. Erst dz^ Geqenwart, in welcher das, was erleuchtete GDchsM nnsers Glaubens seit dem Anfang Frieses Jahrhunderts in Wort und Schrift ausgesprochen, "zum Gemeingut hekängereift und täglich mehr heranreift; erst der Gegenwart, wo das Bedürfniß nach Erneuerung des Judmlbums A l k e mehr oder weniger durchdringt, wo Keinem dieses ganze im feiner überkommenen Gestalt Mehr genügt, und das frühere dumpfe