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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1845-09-28 · Heft 39 (28.9.1845) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 39 (28.9.1845)
Date
1845-09-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenrrtniß und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Br. M Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbmen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buch Handlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 5 / 15 cok ober 3 , Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 Wk Nr. 30. Sonntag den 28. September 184». VI. Jahrgang. Ueberblick. Haupt-Artikel: Beleuchtung der Gegenerklärung des Oberrabbiners Frankel. — Geschichte des Tages: Berlin: Die Spnagoge; der Gottesdienst; die Rcformgenoffenschaft; Frankel. — Hamburg: Jüdische Zustände. — Darmstadt: Antwort der Rabbiner-Versammlung. — Mainz: Frankels Brief an die Rabbiner-Versammlung. Beleuchtung der Gegenerklärung des Herrn Qberrabbiners Dr. Z. Frankel Ln Rro. 203 der Frankfurter Dberpostamts-Zeitung.*) Von A. Adler, Mitglied der Braun schweizer und der Frankfurter Rabbiner- Versammlung. Herr Dr. Frankel macht in der angefübrten Gegenerklärung die geistreiche Bemerkung, „daß wohl ein Unterschied sei zwischen dem Erscheinen bei einer Versammlung, und zwischen einem Verbleiben und Anerkennen ihres Prinzips." Es wird schwerlich irgend Je¬ *) Wir hatten, da dieselbe durchaus keine neue Gründe enthielt, es nicht der Mühe wertgefunden, sse mirzutheilen. Da sie jedoch unser geistreicher College zum Gegenstände einer Beleuchtung gemacht, so lassen wir sie noch unten folgen, und drücken zugleich unser Bedauern aus, daß wir die treffliche Arbeit, welche uns schon vor mehreren Wochen zugegangen, erst jetzt aufnehmen konnten. Die Red. mand diesen Unterschied in Abrede stellen wollen: wo sich eine Sprache verschiedener Ausdrücke bedient, da muß auch ein Unterschied zwischen den Begriffen, die auf diese Weise ihre verschiedenen Ausdrücke baden, statt finden. Jedes Kind muß hier zugeben, daß Herr Dr. Frankel zwar in der Rabbiner-Versammlung erschienen, aber keineswegs verblieben ist. Es scheint übrigens dem Herrn vr. Frankel bicr um mehr als eine geistreiche Bemerkung;n tbun zu sein, er will ohne Zweifel damit auch beweisen, daß er mit» seinem Verlassen der Versammlung seiner in der Allg. Ztg. des Judentbums gegebenen Erklärung, wonach er, so eine Anzahl von Rabbinern die gemäßigte Richtung vertritt, bei der Versammlung erscheinen werde, nicht untreu geworden ist. i^b auch hierzu die geistreiche Bemerkung ausreicht, dürste schon eher bezweifelt werden. Es ist wahr, vom talmudischen Standpunkte aus, auf welchem in der Regel der Buchstabe und nicht der Gedanke, das Wort und nicht der

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