Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 38 (21.9.1845)
- Date
- 1845-09-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kemrtmß und Reform des israelitischen Lebens. —-#— Redigirt und herausgegeben Br. M Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land - Rabbincn zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 5^ 15^oder3^. Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 Ol/i Nr. 38. Sonntag den 21* September 1845. VI. Jahrgang Ueberbliök. Haupt-Artikel: Die Rabbiner-Versammlung», in Frankfurt a. M. — Geschichte des Tages: Vom Rhein: Rabbiner Stein. — Aus der Provinz Hanau: Kurhessische Zustände. — Hamburg: Jüdische Zustände. — Miscelle. — Literarische Anzeige. — Die Rabbiner-Versammlung in Frankfurt a. M. Achter und letzter Bericht. In der Sitzung vom 22. Juli kam »och der Comrnissious - Antrag hinsichtlich des Borlesens der Thora zur Beratbung. Herzfeld liest seine Arbeit darüber vor, die folgende Punkte umfaßte: Es dürfe beim Borlesen der Thora nichts, was dem Volke heilig sei, wegfallen; darum Beibehaltung des hebräischen Tertes mit (wie bei dem früheren Institute der pomno) darauf folgender deutscher Ucbcrsetzung, wobei jedoch, ungeeignete Stellen wegzulassen seien. Der Cyklus solle 3'/* Jahre umfassen und dabei eine alte Eintheilung mit 187 Abschnitten von meistens 30 Versen zu Grund gelegt werden. Simchatk Thora würde bei dieser Eintheilung bald in den Frühling, b-^ld in den Herbst fallen. Der Segensspruch beim Aufrufen fei deutsch zu sprechen. Der sogenannte Tropp müsse vereinfacht werden und Mapbtir ganz Wegfällen, wegen der Beziehung auf die Opfer; dergleichen die — nran? joik. Die Ucbersetz'.lng müßte nach gewissen Prinzipien angefcrtigt und dabei ans die Bekanntschaft mit den Propheten und Apokryphen gewirkt iverden. Auch sei eine kurze Fortsetzung der jüdischen Gefauchte bis zum Ende des zweiten Tempels zu geben. Salomon erläuterte nun den Commissionsbericht folgender Gestalt. Beim Vorlesen der Thora habe sich derselbe an den Cyklus von drei Jahren gehalten, der sich in einem alten Siddur finde. Eine Uebcrsetzung sei nicht nöthig, weil die Predigt genüge. Tie Propheten und Hagiagraphen seien auf