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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1845-09-14 · Heft 37 (14.9.1845) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 37 (14.9.1845)
Date
1845-09-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis; und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Br. M Hesi, Großherzogl. Weimar'schem Lanv-Rabbincn zu Eisenach. Zn beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 5/ lö^odcr3 Anzeigen.für die gespaltene Zeile 6 Nr. 37. Sonntag de» 14. September 1845. TI. Jahrgang. Ueberblick. Haupt -Artikel: Die Rabbiner-Bersammlung in Frankfurt a. M. — Geschichte dev Tages: Frankfurt a. M.: Briefe über die zweite Rabbiner-Versammlung. (VI.). — Anha lt: Zustände in den Anbaltischen Herzogthümern. — Main z: Der Mainzer Rcformverein. — Bon der holländischen Grenze: S. N. Hirsch. — Literarisches. — Literarische Anzeigen. — Die Rabbiner - Versammlung in Frankfurt a. M. Siebenter Bericht. (Schluß der Debatten über das Mussaph und die Opfergebete). Herr heim er: Er stimme für Beibehaltung der Mufsapbim in der Weise, wie sie der Referent des Commissionsberichtes vorgeschlagen; denn sonst würde man einen Widerspruch begehen, indem man ja nnnty und nruc, welche sich gleichfalls auf die Opfer beziehen, beibehalten. Auch sei dieses praktisch nothwendig, indem die 'Abschaffung einen Schrei des Entsetzens in den Gemeinden Hervorrufen wurde. Dann enthalten die Mussapkim, zumal die vom Neujikr und Versöknnngstage, herrliche Gebete, zu diesen rechne er auch die Stelle: „riD-obi nrn annn n« wty enn" in dem Muffaph, Gebete des Neumondes. Ferner sei die Beibehaltung nothwendig, damit die Opfer-Idee nicht ans dem Leben schwinde, welche ausdrncke, da st der Mensch schwach und sündhaft sei und der Versöhnung mit seinem Schöpfer bedürfe; auch drücke sie die Gefühle der Hingebung und Dankbarkeit gegen Gort ans und solche Gefühle müßten doch belebt werden. — Stehe man übrigens, wie man erklärt, auf positivem Standpunkt, so mußte man auch der Bibel, welche die Opfer fordere, folgen. Schreibe ja Moses so viele Opfer für die Gesammlbeir vor. Die Propheten haben die Opfer nur bekämpft, weil sie solche insofern nicht gebilligt, als man glaubte, durch bloße äußere Dinge sich die Wohlgefälligkcit Gottes erkaufen zu können. Stehe man, wie man ebenfalls erklärt, ans historischem Standpunkt, so müsie man das religiöse Leben durch Herausarbeiten des religiösen Sinnes auS den Formen zu fördern suchen. Man streiche demnach nur die Stellen, welche das Verlangen nach Herstellung der Opfer aus-

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