Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 35 (31.8.1845)
- Date
- 1845-08-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2566751-2566964-2566999--1597-2569390- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kermtmß und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Vr. M Heß, Großherzogl. Weimar'schem Laiw - Nabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang oft l5x? ober 3*f. Anzeigen für die gespaltene Zeile Nr. IS Sonntag den 31. August 1S-I5. VI. Jahrgang. Ueb erb 1 ick. Haupt-Artikel: Die Rabbiner-Versammlung in Frankfurt a. M. — Geschichte des Tages: Frankfurt a. M. : Briefe über die zweite Rabbiner-Versammlung. (lV.j.— C affet: Rothschilv, Feuchtwangen. — Vom Main: Bairnche Zustände.— Berlin: Die Reformgenoffenschaft, die Rabbiner-Versammlung; Sachs unv die Orthodoren. Herr Benda. — Die Rabbiner-Versammlung in Frankfurt.a. M. Fünfter Bericht. (Fortsetzung und Schluß der Mesfias-Debatte.) Hirsch: Der Glaube an Gott sei immer etwas Abstraktes. Sagen wir hingegen: Wir glauben an die Menschheit, so wissen wir schon genauer, was das zu bedeuten habe; denn wir wissen, daß die Menschheit einst erlöst werden, zum Reiche Gottes gelangen werde. Durch diese'Idee erhalte erst die große Thatsache des Schöpfung ihr wahres Licht. Darum bilde sie auch den Hintergrund aller prophetischen Weissagungen. Ziehe man aber ein politisches und staatliches Moment hinein, so weiche man damit von der wahren Idee der Propheten ab. Was diese vom Stamme Davids äußern, sei nur die menschliche Seite dieser Idee, eine Akkomodation an die Begriffe ihrer Zeit. Er sehe eine theilweise Verwirklichung des Messiasreiches in unserer Zeit darin, daß man von Seiten der Nicht-Israeliten unsere Rechte als Menschen anerkenne; daß man verstehe, was das heiße: ein Gott, ein Vater aller Menschen. Auch die Forderung, uns mit dyn Staate zu verschmelzen, habe jene Bedeutung. Er sei weil entfernt, den Strengorthodoren in seiner Gemeinde zuzumuthen, die Idee eines politischen Messias aufzugebeu; aber eben so dürfen diese nicht eine Fassung der hierauf bezüglichen Gebete verlangen, die unseren Gefühlen widersprechen. S alomon: Ter Unterschied zwischen Heidenthum und Iudenthum bestehe darin, daß jenes sich das goldne Zeitalter in die Vergangenheit, dieses aber in die Zukunft denke. Das Ideal der Propheten habe aber nach den damaligen Verhältnissen noch ein beschränktes sein müssen und werde im Talmud selbst nicht mehr festgehalten. Dieser lehre: rnran mo’5 mn Q^iy pa p*