Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 34 (24.8.1845)
- Date
- 1845-08-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Ksraelit c> es neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Br. M Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land - Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Zahrgang 5 /15^ oder 3^. Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 Ot/t Nr. 34. Sonntag den 94. August 1845. Ti. Jahrgang. Ueberblick. Haupt-Artikel: Die Rabbiner-Versammlung in Frankfurt a. M. — Geschichte des Tages: Frankfurt a. M. : Briefe über die zweite Rabbiner-Versammlung. (Hl). — Berlin: Machinationen gegen die Rabbiner-Versammlung. — Paris: Nachrichten aus Frankreich. — London: Bill über vie Zuven. — Zur gef. Notiznahme. — Die Rabbiner-Versammlung in Frankfurt a. M. Vierter Bericht. In der Vormittagssitzung vom 18. Juli kam zuvörderst die Frage *) zur Verhandlung: Wie weit die Beibehaltung der hebräischen Sprache rathsam erscheine? Der Commissionsbericht hatte dieselbe auf j/dpd-o und die drei ersten und drei letzten Stücke der achtzehn Benedeiungen (j/V) beschränkt. Maier: (Derselbe war, wie erwähnt, mit Erstattung des Commissions-Berichtes beauftragt.) Man könnte wohl fragen: Ist dieses nicht für den Einen zu *) Wir bitten die geehrten Leser, nicht zu übersehen, daß die Verhandlung über diese Frage nur den Schluß der in Nr. 31 mit* getheilten Debatte bildet. Die Red. viel, für den Andern zu wenig. Allein die Commission habe nicht auf den Standpunkt der Talmudgläubigen sich stellen wollen, und auch nicht gehofft,*daß sie diesen Theil mit ihren Vorschlägen befriedigen werde. Eben so wenig habe sie die Zustimmung der entgegengesetzten Partei erwartet; da sie kein Eliah und auch kein Elischa sei, um die Todten wieder zu beleben. Nur der gemäßigte Theil der Glaubensbrüder habe ihr überall vor Augen geschwebt. Auch habe man keine neue Liturgie und Gebetsformen schaffen, sondern nur den Grundtypus zeitgemäß gestalten wollen. Die Gebete, bei welchen die Commission die hebräische Sprache noch beibehalten, seien die, in welchen die Israeliten aller Länder sich einigten, in denen der gemeinsame Glaube, die gemeinsame Abstammung und die gemeinsame Erlösung (im geistigen Sinne) ausgesprochen sei. Gosen: Das Hebräische sei nun einmal die himmlische Hofsprache, wie die Französische die irdische. Es