Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 33 (17.8.1845)
- Date
- 1845-08-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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PS« mancher bibliHen Ceremonien vielleichr jetzt schon eine , hinlänglich verbreitete Ueberzeugung herrschen, um als' eine Offenbarung Ln meinem Sinne zu gelten: giebt doch der erste der genannten Herren in dem Pamphlet der 77 selbst zu, daß die Majorität des Volkes in diesen Landen mit dem Ceremoniatgesetz gebrochen habe. Ist aber über die eine oder die andere Ceremonie eine solche Ueberzeugung noch nicht so allgemein, darin in der That wäre auch ihre Abschaffung unberechtigt, und ich glaube, dies ist wirklich noch hinsichtlich gar vieler von Ihnen angefochtenen Ceremonien der Fall. Man darf mir übrigens nicht einwenden, was schon einmal . von unseren Gegnern ausgesprochen wurde, daß das Urtheil des Volkes kein Gottesurtheil sei; ob denn die Propheten das Urtheil des Volkes guthießen, als es fast allgemein dem Götzendienst huldigte? Ich entgegne, die Propheten traten dem Götzendienst'mit'Feuereifer entgegen, weil sie ihn als das Fälsche erkannt chatten"; Jeder ist befugt und verpflichtet, dem; was er für Süüde hält, eifrig eptgegenzuwirken; die Rabbiueu der alten Schule sind verpflichtet, ihre UehMeugungW in ehr-, lichem Kampfe zu verfechten; wir, die unsrigen.^ Jeder der nach gewissenhaftem Forsch« zu einer feste» Uebex-. zeugung gelangt ist, kann, nicht umhm^chie Wahrheit, ' in deren Besitz er zu sein glaubt;' föi eine Döttesstimme' zu halten; er kann sich darin itrmf ahtv2ip ianSP seinen Irrthum für Wahrheft Haft, muß rhm seine Wahcheft als Gottesstimstrs erschdiüE SshM wir Üun, daß des Bottes GtLNvms-mft Unshrev Währheftübereinstimmt, so dürfe» und MK» w 4t des ^Ä0lM.Stirnme für Gottes Stimme, Sinne haften; mögen unsweMgtt^MdersArtMettwir können nicht anders. - Herr vr. Holdheim, . legt, die, jedoch mit EitffchEMt/E^D gefällt; Sie f»&y den meiste» Mische» GeseKe» ^M«Dk« tchd ffg«^ lichc« Sinne de» Bdde» Offe-LkiwiiK., mit HM den» Angel» ' zu hebe» sei. Nur WMDyHHiL Wch,'übersche»i daß Ihre WLderleMM^öMmO^Sen jchcht entbchren kann , weit jä Hr. Frankel -dann aber, auch, daß Heine MidKegung umfassender ist, mit Hülfe der Hrigen können "Sie nur Ihr Princip der Trennung des Religiösen vom Politischen durchführen, nichts aber hinsichtlich derjenigen rein-religiösen Ceremonien thun, welche gleichwohl nicht mehr zeitgemäß sind: meine Widerlegung bietet für beide Klassen eine Auskunft. . lieber meinXlitat D’ddd!? rurui owmn p nwajn fto: sagen Sie S. 53, ich könnte doch nur auf die jüdischen Weisen den Besitz der Prophetie beschränken, sonst müßten wir dem Offenbarungsgeiste der christlichen Weisen...weichen; bei so bewandten Umständen könne ich diesen Satz nicht zum Fortschritte gebrauchen. Unbegreiflich! ohne mich hier in die Untersuchung einlassen ..zu wollen, ob „die christlichen Weisen" ihren jüdischen Antagonisten gegenüber in Allem Unrecht hatten frage ich Sie bloß: Konnte und mußte es nicht, so guwie es nöK waj und ->pl^ \\*oj gab, auch naturgemäß Dürr 'MN und ipw w geben? und ist nicht durch jenes Citqt^das Volk vom talmudischen Standpunkte aus berechtigt, Deney^.Mche es für rm pan hält, auch ^die Autorität der nvdr wa: zuzngestehen? Dann führen .i, Sie an, haß der Talmud auch den die Prophetie ..zuschreibe. Aber sollte Ihnen wirklich entgangen sein, wie denn doch der Talmud augenscheinlich den von mir „ angeführten Satz in vollem Ernste aussprach, wie sie selbst zugeben, nicht aber den von Ihnen gegen ihn hervorgesttch'kLU§ äkswelcher unferern Sprüchworte.: „Kinder uiÄMwrD sagen die Wahrheit^'entspricht Endlich sagen Sie: „und wie hat denn jener talmudische Homilet diesen Spruch gemeint? pD"na mntyo, sagt er/;ist.diese. Transferirung des Offeubarungsgeistes vor sich^Mangen/ .unh wird im Messiasreich , zur ursprüng- Eichen'Quelle zurückkehren." Herr vr. Holdheim, einfttch'fräge ich, too diese Eregcse steht; und füge die Morte, hinzu, die Sie S. 27 meiner Predigten gefunden chabenwerden:„Die Tage des Messias sind noch nicht .cha"; 'kommen einst wieder Propheten, so sollen ihnen die Weisen das Heft übergeben, bis dahin aber es mit ^Umsicht führen. Und das unterstrichene Wort „Homilet" ändert nichts, wie ich schon zuvor hinsichtlich, des agadischen Charakters meiner übrigen Citate dargethan zw haben glaube. ' . Sie schelten endlich S. 69, daß ich noch jetzt , Ceremonien wolle bestehen lassen, welche die Juden von