Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 28 (13.7.1845)
- Date
- 1845-07-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenillnitz und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land - Rabbinen;u Eisenach. Lu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgangs/ 15^oder3^/. Anzeigen für die gespaltene Zelle 6^ Nr. S8. Sonntag den 13. Juli 1845. VI. Jahrgang. Ueberblick. Haupt-Artikel: Die Stellung der Rabbiner zu den neusten Reform beweg ungen. — Geschichte des - agee: Bon der Elbe: Der treueZionswächrer. — Breslau: Das Doctorat der lüdischen Studierenden.— Aus demTrentschiner Comi tat: Jüdische Zustande. — Karlsruhe: Symparhien für die Rabbmer-Berfammlung.—Literarisches. — Miscellen.— Lit. Anzeigen. Die Stellung der Rabbiner zu den neuesten Reformbewegungen. Berlin. Sie haben, verehrter Herr Redakteur, in einer der letzten Nummern des Israeliten, in der Voraussetzung daß die junge Reformpartei in Deutschland ihre Anliegen an die bevorstehende Rabbiner-Versammlung bringen werde, einige Andeutungen über die Stellung gegeben, welche die letztere der Neformbewegung gegenüber einzunehmen hat. Lassen Sie mich zunächst Ihnen mittheilen, daß diese Voraussetzung eine richtige war, und daß die hiesige Reformgenossenschaft nicht blos eine Denkschrift, sondern, wie in der letzten Sitzung der Bevollmächtigten beschlossen worden, eine Deputation, aus den Herren vr. Stern, Nebenstein und Simion bestehend, an die Rabbiner-Versammlung absenden wird. Dieser Umstand veranlaßt mich einige Gedanken über das Verbältniß der Rabbiner zur Reformbewegung auszusprechen. Ich will hierbei an Ihren obenerwähnten Aufsatz (Nr- 23) anknüpfen. — Sie beschränken die Erwartungen die man von der Rabbiner-Versammlung in dieser Beziehung hat, auf einen Ausspruch über die Berechtigung der Vereine, ihren U eberzeug ungen und Handlungen die Form eines Bekenntnisses zu geben; auf eine Anerkennung der ehrenhaften Gesinnung, und auf eine Erklärung daß die Reformgenoffen nicht außerhalb des Verbandes der Glaubensgemeinde stehen, und als rechtgläubige Israeliten anzusehen sind. Es frägc sich ob Sie die Grenzen nicht zu eng gezogen, und dadurch dem Einfluß der Rabbiner-Versammlung den nvthigen Spielraum genommen haben. — Die Rabbiner- Versammlung soll also die Legitimität der aus dem Be wußtsein des Volkes hervorgehenden Bewegung anerkennen, im Uebrigen sich neutral erklären, und mit der Ausflucht der Jncompeten; sich aus alkdn Schlingen