Mannheim
Compact Memory

Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1845-02-23 · Heft 8 (23.2.1845) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 8 (23.2.1845)
Date
1845-02-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2566751-2566964-2566972--1328-2569094
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis; und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Br. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land - Nabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 5 / 15 x* ober 3 . Anzeigen für rie gesvaltene Zeile 6 Nr. 8. Sonntag den 33. Februar 1^4-5. VI. Jahrgang. Ueb erblick. Haupt-Artiket: Offene Briefe über den Neform-Vercin (Schluß). — Selch ichte des Tages: Frankfurt a. M.: Philivpfon und Frankel.— Vom Main.- Vorbereitungen zur zweiten Rabbiner-Versammlung. — Berlin: Die Vorlesungen des Stern.—' Breslau: Geigers Vorlesungen im Handels-Institut. Dessen Predigten und Religionsunterricht. — vr. Levy; oer Handwerks-Verein.— London: Verwandschaft der Engländer mit den Juden.— Heidelberg: Erwiederung des Rabbiners Fürst. (Schluß.) — Literarisches. — Literarische Anzeigen. — Offene Briefe über den Reform-Verein. Von M. A. Stern. IV. (Schluß.) *) Aber Herr vr. M. möchte es gern so haben, wenn es von ihm abhr'nge, so würden künftighin alle Juden, die nicht sein Kauscherzeichen tragen, auch nicht in die Geburtöbücher eingetragen, nicht getraut und nicht begraben. Was Wunder, daß er, bei solchen Gesinnungen , sich nicht scheut, die Leiche eines berühmten Rechtsgelebrten aus dem Grabe zu reißen, mn einen schlechten Vergleich zu machen? ließ er sie doch den Vögeln zum Raube liegen, er, der nicht einmal ein unschuldiges Kind, an dem die Beschneidung nicht vollzogen wurde, auf den Mischen Gottesacker zulassen würde. Will man ihm einwenden, daß schon die Talmudisten befohlen ha¬ *) Jrrthümlich wurde in lebtet Nummer statt "Fortsetzung" Schluß" angekündigt, was hiermit berichtigt wird. ben, sogar die Leichen der Heiden zuzutassen? Wohl! wird er antworten, wohl haben sie das befohlen, aber warum? um die Eintracht zu erhalten. Ich aber, wird er sagen, ich will kerne Eintracht, ich will Zank und Krieg, denn da kann ich mich hervorthun; ich habe eine laute Stimme und auch Fäuste habe ich und werde sie zu brauchen wissen, ^ch^werde jeden, der Gott anbeten will, ohne den Hut amzusetzen, „aus der Synagoge weisen und nöthigenfalls h i MM Werfen." Wie Schade, daß es nicht zu allen Zeiten so treffliche Seelsorger giebt! Als König Salomo den Tempel vollendet hatte, da kniete er nieder und siebre den Herrn an, daß er alle MdlMen.^erhören möge, die in diesem Hause ihr wundes Gemuty'erleichtern wollten, auch den Fremden, den Nichnsraekteg, möge er erhören, er, der allein das Herz der MenH^r ^kennt. Der arme verblendete König, wenn er doch den rechten Seelsorger zur Seite gehabt hätte! der hätte ihn eines Besseren belehrt. Nicht auf das Herz, würde der gesagt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.