Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 7 (16.2.1845)
- Date
- 1845-02-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben ®r. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land - Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang oj lo&%ox>et3*f. Anzeigen für eiegespalteneZeileö^ Nr. 7♦ Sonntag den 16. Februar 1845. TI. Jahrgang Ueberblick. An den Genien - Dichter im Israeliten. — Haupt-Artikel: Offener Brief über den Reform-Verein von M. A. Stern. — Geschichte des Tages: Frankfurt a. M.: Der Obcrrabbiner Frankel. — Krakau: das Rundschreiben gegen die Rabbiner-Versammlung. — Dressen: vr. Frankel. — Breslau: Der Gau einer neuen Synagoge. — Berlin: Die Culrus- Reform. — Heidelberg: Erwiederung des Rabbiners Fürst. sForrsI — An den Renien-Dichter im „Israeliten." (No. 1 Iahrg. 6.) Willst du Xenien bringen, noch bessere, wie die gespitzten, Die einst der Nnmuth, ach nein! die auch der Uebermuth schrieb; Willst du den Geiger geigen, dm Hirsch fagdmäßig erlegen, Soll nicht erlahmen der Pfeil an dem Mannheimer und Zunz: Lege vor Allem den Murrssnn ab, der bitter verwundet, Schärfer trifft lachender Scherz, tiefer der heit're Hmnor. Geistvoll zürnt dein Wort; dein Donner droht und erschüttert, Nur verzehre der Blitz nicht die gebeugte Gestalt. Wer Zerrissenes heilen will, der befolge die Regel, Die der Prolog No. 1 giebt und auch hoffentlich übt: „Unbefangene Prüfung der Ansicht Anderer, Liebe „Allen, die redlich mit uns rennen und hinken zum Ziel." Dann auch meide Gemeines, das Phöbus hasset, im Ausdruck; Auch der Spötter darf nicht rühren „im Stank und im Dr." Endlich magst du mehr Fleiß auf deine Herametcr wenden, Und auch dein Pentameter sei eleganter, „wie der." Schreiber. Offener Brief über den Reform - Verein. Von M. A. Stern. IV. (Schluß.) In den Nummern 8 und 9 des Jahrgangs 1844 der allg. Zeit. d. Iudenth. finden sich zwei weitere Urtheile über den Reform-Verein, von Hrn. Dr. Mannbeiiner in Wien und Hrn. Dr. Hirsch in Lurenburg. Sie find den „Rabbinischen Gutachten über die Beschnei- „düng, gesammelt und herausgegeben von Salamon „Abraham Trier, Rabbiner" entlehnt, welche mehr besprochen als gelesen worden find; denn bekanntlich har man mit diesen als Manuscript gedruckten Gutachten sehr geheim gethan, wiewohl fie zur öffentlichen Aufklärung bestiimnt waren. Wenn man hierbei den biblischen Spruch: „du sollst die Blöße deines Bruders nicht aufdecken" im Auge hatte, so war das gewiß sehr lobenswerth, denn nach Allem, was darüber verlautet hat, ist es keine große Ehre un des quarante zu sein. Jedenfalls