Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 5 (2.2.1845)
- Date
- 1845-02-02
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis nnd Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben m\ M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Lanv-Rabbinen zu Encuach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzenIahrgang 5 f lö^orerZ^. Änzeigen mrdiegeü'alleneZeiie'.^t. Nr. 5. Sonntag den S. Februar 18-LÄ. VS. Jahrgang. Ueb erblick. Absagebrief, Gedicht von Ludwig Wihl. — Zaupt-Artikel: Der S-.rbbatb — ©errtiiditc a.-j Xnjjfs: im n f; :i r t \7 Der Oberrabdiner Frankel (Zweiter Brief.) — Berlin: Die Ueberkevelnng dieser Zeitschrift; Lachs; Sccru; ^ranket; sie 3c»vif des Pastors Löwenstein. — Frankfurt a. M.: Anstalten zur zweiten Rabbiner-Bersa:nn:luug. Frantel's Schmähungen; Ein oolnE scher Gast. — Eisenach: Die nächste Rabbiner-Bersammlung. — Heidelberg: Erwiederung res Rabbinern Fürst. iFor.,'., _ilÜ -___—— - Absagebrief Ludwig Wihl. Za, ich Hab' mich losgerinen Bon dem Denksysteme, Das im Glauben, nicht im Wissen Hebt die heil'ge Fchme; Das die Hellen Lebensbronueu Suchet abzuleiten, Das im Chaos findet Sonnen Für zukünft'gc Zeiten; Das aus längstverklung'nen Mythen Weisheit buchstabircr Das aus trocknen, tovten Blüthcn Leben präpariret. Wehe, wehe diesem Graben Nach verwesten Leichen; Ach, statt Denker ffh' ich Naben Unter Gräbern schleichen! Der Sabbatb. In'der jnngü in Braunschweig abgehaltenen Nab biner-Versammlnng wurde auch eine Commission ernannt, welche die Möglichkeit der Versöhnung des Sabbat!)'o mit dem Leben in Beratung ziehe. Die Versammlung hat damit bekundet, daß ne unser Iabrbnnderl begriffen bat. ES ist unserer Zeit eigenthümlich, Alles mir der Wirklichkeit, mit dem Leben in Gerübrun z;n feueu und wo möglich in Einklang zu bringen. Das Leben iff w mächtig geworden, seine Wellen schlagen so gewal.ig über, daß Nichts seiner Kraft sich entziehen kann. Ei nes kann neben dem Andern, die Idee neben dem Leben, die Wirklichkeit neben dem Wissen nicht bestehn, ohne von dem Andern unmittelbar berührt und aurgerüttelr zu werden, und entweder muß eines weichen, was nicht angebt, oder sie müssen sich beide versöhnt die Hand reichen. Wie daher die Literarur um'ers Jahrhunderts