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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1845-01-12 · Heft 2 (12.1.1845) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 2 (12.1.1845)
Date
1845-01-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Cine Wochenschrift für . die Keimt,»ist und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von »r. M. Heß, Großherzogl. Wcimar'schem Land-Rabbincn zu Eisenach. £u bezieitn durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 5/1535* ober 3«/. Anzeigen für diegespalteneZeile6Z-K. Idr. Sonntag den IS Januar 18Ä3. VI# Jahrgang. Wu erbitten uns alle dringenden Mittheilungen mit der Post, alle andern aber auf dnchhänvlerischem Wege, und zwar die aus ^ord-Duitschland über Leipzig durch die Buchhandlung von I. F.Baerecke in Eisenach, unv die aus Süd-Deutschland durch die Berlagshandlung diei'eo Auch ersuche» wir die verehrten Mitarbeiter unv Correspoudeutcn , von verschiedenen Mittheilungen, vie sie uns zu gleicher .jeu uuchen, jcve auf ein besonderes Blatt zu schreiben und sich beim Hebräischen der ordentltchen Schrift (nan nn’rü) zu bevienen. Die Redaktion. u e b e r b l i <*. hattp,-Art >kel: Bemerkungen von vr. Holdbeim zu der Entgegnung des l)r. Einhorn. — Geschichte de, Tages: Bon der untern Weser: Was.ist Judenthum?— Frankfurt a. M.: Der Eiv nach talmudischer i!ehre. — Frankfurt a. M.: Bon der Wechselordnung. — Äturgisches. — literarisches. — Bemerkungen zu der Entgegnung des Herrn Dr. Einhorn *) auf meine zwei Aufsätze betreffend die rabbinische Lehre von der Auflösbarkeit der Eide. **) Hr. Dr. Einhorn beginnt seine Ausstellungen mit dem Wunsche, daß in betreffendem Aufsatze nicht so geradezu die von Unkundigen leicht mißverstandene Behauptung hätte hingestellt werden sollen: es seien nach dem rabbinischen Judenthum auch vor Gericht geleistete Reinigungseide auflösbar, da doch von einer Auflösung überhaupt nur bei promissarischen Eiden die Rede sein kann und das ist Gittin 35. b. »vor Gericht ausgesprochene Gelöbniß doch gewiß nur b ez i eh u n g s w e i se ein Reinigungseid genannt werden kann. Was das leichte Mißverständniß betrifft, so wird mich gewiß kein redlicher Leser beschuldigen, daß ich hierdurch etwa das jüdische Leben und die jüdische Praris zu verdächtigen die Absicht gehabt haben konnte. Zu den Kreisen, für welche diese Blätter bestimmt sind, durfte ich mich eines solchen niedrigen Verdachtes, wie ihn Hr. Frankel am Ende seiner Recension meiner Autonomie in Bezug hierauf ausspricht, gewiß nicht versehen. Ich wollte es Einmal offen und unverhohlen aussprechen, wie es mit diesem Punkte im rabbinischen Iudenthum in Wahrheit stehe, und würde vielleicht nicht den Muth hierzu gehabt haben, wenn ich es weniger als allbekannt voraussetzen dürfte, daß die Juden, nicht etwa blos diejenigen, für welche der Talmud laugst aufgehört hat, Lebensnorm zu sein, sondern auch Diejenigen, welche noch zur Stunde gläubige Anhänger des rabbinischen Judenthums sind, gerade in diesem Punkte über dasselbe hinausgegangen sind und, so zu sagen, keine Ader des rabbinischen Judenthums in ihrem Leben zu finden ist. Ein jeder noch so strenggläubige rabbinische Jude, der für das Sprechen des Kol-Nidre *) Nr. 47 Jahrg. V. d. B. **) Nr. 35 u. 41.

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