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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-12-15 · Heft 50 (15.12.1844) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 50 (15.12.1844)
Date
1844-12-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eia- Wochenschrift für die Kenntnits und Nekorm des ifraelititehen Redens. Redigirt und herausgegeben von »r. M. Heß, Großherzvgl. Weimarschem Land-Rabbinen in Eisenach. Nr. 50. Sonntag, den LS. Deeernbev 1844* V. Jahrgang. U e b e v b l i *. Hauptartikel: Elsenberg, Staat und Religion. — Geschichte des Tages: Aus dem Großherzogthum Hessen: die Zustände der Israeliten. (Forts.) Breslau: die höchste Entscheidung über die Rabbinatsangelegenheit. Aus Baiern: der Unterstützungs-Verein für israelitischen Ackerbau und Handwerkslehrlinge. Von der mährischen Grenze: vereitelte Hoffnungen des S. R. Hirsch Fasset. Das Ju-enthrrw rm- -er Staat. Staat und Religion m)t besonderer Rücksicht auf die Stellung der Israeliten in den sogenannten christlich-germanischen Staaten von F. Eisenberg. Leipzig, Otto Wigand, 1844. '0 di (iij dvrdfiEvog xoevavsev 17 [iTj&lv ösofievos de ccvTetQxeeav ov&hv (isQog noteas, caöts rj &t]Qiov 77 frsdg. Aristo t. Polit. I, 1. Die Geschichte der jüdischen Emancipationsfrage bietet die interessante Erscheinung eines dialektischen Fortschrittes dar; der Begriff, um den es sich hier handelt, hat sich in fortlaufender Bewegung aus den trüben empirischen Hüllen losgefchalt, und ist nun bald zu sich selbst, d. h. zu seiner wahrhaften Verwirklichung gelangt. Was man als verschiedene Schlachtfelder angesehen hat, auf welchen der Kampf herüber und hinüber gespielt wurde, waren nur Stadien der Entwickelung; was äußerlich als ein Zirkeltanz erschien, in welchem die Willkür der Parteien die Fragen Herumwirbeln ließ, war nichts als die innere Dialektik der Idee, die durch die Überwindung aller negirenden Elemente zur Herrschaft und Wirklichkeit sich emporarbeitet. Denn es war immer eine Idee, wofür oder wogegen auf diesem Gebiete gefochten worden ist; wenn auch die Parteien oft genug und den Ausgang des Kampfes nur unnütz verzögernd, ihre tausend kleinlichen egoistischen Interessen in den Vordergrund schoben, und auf der Wage, die für Sein oder Nichtsein, für Wahrheit oder Trug, den Ausschlag geben sollte, mit ihren Kupferpfennigen eine kaufmännische Bilanz anstellten. Und auch der rechtsphilosophischc Character dieser Idee ist derselbe geblieben, wenn auch nach den verschiedenen theoretischen Standpunkten, welche die rechtsphilosophifche Anschauung mittlerweile durchgemacht, in der Behandlung mannigfach modisicirt. Das achtzehnte Jahrhundert fand das Bedürfniß einer Emancipation der Juden, oder bestimmter einer Verbesserung ihrer bürgerlichen Stellung, als eine empirische Thatsache vor, und in seinem philosophischen Bewußtsein verarbeitete sich diese Thatsache bald zi»

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