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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-12-08 · Heft 49 (8.12.1844) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 49 (8.12.1844)
Date
1844-12-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für dir Lenntnits und Reform des ifraetrtitehen Urbrns. Redigirt und herausgegeben von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimarschem Land-Rabbinm w Eisenach. Rv. 49«. Sonntag, -err 8. Deeembee 1844. V. Jahrgang. Ueberblick. Hauptartikel: Offene Briefe über den Reform-Verein. — Geschichte des Tages: Aus dem Großherzogthum Hessen: Die Zustände der Israeliten. Darmstadt: Ruf des 0r. Auerbach nach London. Heidelberg: Fanatismus des Nabbinen Fürst; Petition der Gemeinde des badischen Oberlandes. Halle: Friedländer über Arndt's Encyclopädie; die Schrift von Eisenberg; Wirksamkeit des Doeenten Fricdländer. Von der Lahn: Taufe eines Israeliten. Aus Unterfranken: Die Rabbinenwahl in Aschaffenburg. — Anzeigen. Bffene Briefe über de» Reformverein an Herrn Dr. M- A. Stern. Von Philrppides. Erster Brief. Die volle Offenherzigkeit, die aus Ihren „offenen Briefen über den Resormverein" hervorleuchtet, verpflichtet mich vor Allem, eine Verwahrung dagegen einzulegen, als hätte ich nicht den Muth. meine Aussprache über die innersten Herzensangelegenheiten mit meinem Namen zu besiegeln, und wollte mich daher lieber unter die Pseudonymität verstecken; was mich allerdings unwürdig machen würde, Jbnen gegenüber das Wort zu führen. Der Name Philippides ist aber wirklich mein Patronym, und ich will mich auch künftig dessen überall bedienen, wo die vorauszusehenden Gegner in ihrer ungezahmten Leidenschaftlichkeit nicht sowohl in die Sache eingehen, als vielmehr die Persönlichkeit hereinziehen und über sie die Galle ausschütten, wodurch sie auch die Sache erstickt zu haben wahnen. Nur das glaube ich noch bemerken zu müssen. daß. ob ich gleich kein Rabbine oder Prediger bin, nockwerden will, ich doch der gefammten jüdischen Wissenschaft mit besonderer Liebe obliege, und daß ich stets bemüht gewesen, meine aus ernster Betrachtung gezognen Resultate von jeder Spur subjectiver Handhabung zu befreien. Indem ich Ihnen nun meine Bemerkungen über Ihre Briefe, in soweit sie nicht mehr nur jene Herren, an die ne gerichtet sind, betreffen, vorlegen will, n;uß ich natürlich mit dem Wichtigsten den Anfang machen, mit Ihrer Erörterung der „Erklärung" von der Möglichkeit der unbeschrankten Fortbildung des Mofaismus; dann werde ich auf das Andere zurückkommen. — Sie versuchen, zu zeigen, daß der fortschreitende Rabbinismus mit den Reformsreunden in der Sache einig ist, und Sie verbürgen sich, daß die Reformfreunde nicht daran denken werden, „um Worte zu feilschen", sie wollen vielmehr gern die Fassung der Satze ändern, „sobald nur die Sache gewahrt wird." Ich muß Ihnen nun darin vollkommen beipflichten, daß der fortschreitende Rabbinismus allerdings consequenterweise zu den

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