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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-11-03 · Heft 44 (3.11.1844) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 44 (3.11.1844)
Date
1844-11-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eia- Wochenschrift für die ÄennLnits «nd Nekorm des itraetititehe» Lebens. RedigirL und herausgegeben von Dr» Großherzogl. Weimarschem Land-Rabbinen in Eisenach. 9kk. 44 Sonntag, -en 3. November 1844. V. Jahrgang. Uebttbliä. Hauptartikel: Auszüge aus dem biblischen Orient. — Geschichte -eS TageS: Frankfurt a. M.: die Schrift von vr. Frankel. Vom Rhein: Zustände in Worms (Schluß). Breslau: die falschen Berichte über die dasige Gemeinde (Schluß). Von der Saar: Beweise von Toleranz. Wien: das neue Jahrbuch, ytngekommen: Salomon, die Beschneidung; Peter Bar, Gebet- und Erbauungsbuch; Lieb recht, hebr. Äebetstellen. Auszüge ans der Zeitschrift „der biblische Orient". Heft I. und II. (Wir rufen unfern Lesern die Correspondenz vom Main in Nr. 38 dieser Blätter zurück und bemerken hier noch, daß diese Auslüge aus einer Schrift, welche den jetzigen Hamburger Chacham zum Verfasser hat, schon deßhalb nicht ohne Interesse sein dürsten, weil sie einen Blick in die (wirkliche oder erheuchelte) Metamorphose dieses Gottesgelehrten gewährt. Wir bemerken übrigens, daß Periodenbau und Jnterpunction der ausgezogenen Stellen streng die des Originals sind. Redact.) „Der Sündenfall, die Sündfluth und der babylonische Thurmbau sind drei mythische Formen. Die Sagen vom Abfall der Geister (Kinder der Menschen und der Elohim), von Gigantomachie, von Fluth und von der Verführung des Menschen durch das Thierische, Indische (Erdriese) sind allsammt nur das viergestaltige Bild, worin die gesammte alte Welt die Erinnerung an den Austritt des Menschen, ja der Menschheit, aus dem Paradiese festhielt. Die individuellen Namen der (früheren biblischen) Geschlechtsreihen bezeichnen allesammt Kunst-, Staat-, Religion- und Dynastie-Perioden wie in der übrigen alten Welt, woher auch ihre langjährige Lebensdauer. Mit Thera beginnt in dem Namen seines Sohnes A,bram (chaldaifch brani— wahr — von Brama — Gott-Schöpfer) eine Reformation, die, die unendlich lebendig ausgeströmten, aber in der Zeit rebellisch selbstständig gewordenen Radien der Gottheit zu dem innigen Eins dadurch zurückführt, daß es sich als Einen mit persönlichem Willen offenbaret, feine Anerkennung als Besitzer (Kone) Himmels und Erde zurückfordernd, und seine Leitung verheißend. Abram harrte still und treu, und dies ruhig vertrauende Harren, das er zur innigen Anerkennung der Providenz *) als eines in der ganzen Schöpfung mit unbegrenztem Auge waltenden Wesens auch predigte, ward ihm zur Gerechtigkeit gehalten, und begründete historisch den Bund mit seinem Geschlechte. Emuhuah von amen, dem göttlichen Namen, dessen volle Anerkennung (Jsaias 65, 16) bis ins Himmelreich verschoben, im Ethiopischen Ammon als ideeller Gott, d. h. Gott-Geist. Klar ist, daß die *) Der Eine wird erklärt durch die Providenz, Gott und die Providenz sind synonym.

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