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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-09-22 · Heft 38 (22.9.1844) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 38 (22.9.1844)
Date
1844-09-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für -ie Krnntnils und Ltekorm -es ilrarlititehrn Lebens. Rcdigirt und herausgegeben von irr. M. Heß, Großherzogl. Weimarschem Land-Rabbinen in Eisenach. 9fr. 38. Sonntag, den TT September 1844. V. Jahrgang. Ueberbliek. HauPtaufsaN: Offene Briefe über den Reformverein. (Schluß.) - Geschichte -es Tages: Frankfurt a. M.: der Rabbine Stein. Vom Main: die Umwandlung von BernayS. Mosbach: der Mord eines jüdischen Knaben. Vom Rhein: die Halbheit der Aufgeklärten. AuS Rheinbaiern: das Zurückbleiben der baierschen Rabbinen von der Versammlung in Braunschweig. Königsberg: die Aufnahme in den Gustav-Adolph-Verein. Paris: intolerantes Urtheil über die Rachel. — Beilage: Abwehr vom Lehrer Goldstein. L Offene Briefe über de« Reformverein, von M. A. Stern. (Schluß von Nr. 37.) Man kann ein sehr eifriges Mitglied des Reform, Vereins sein, und dennoch sehr viel gegen das Programm der Frankfurter Reformfreunde einzuwenden haben, und ich selbst, wiewol ich mich Ihnen gleich anfangs als ein solches eifriges Mitglied zu erkennen gegeben habe, habe dennoch in diesen Blättern (Nr. 25) eine Stelle dieses Programms getadelt. Wenn ich daher auf Ihre Polemik gegen dieses Programm eingehe, so geschieht dies nicht, weil ich es zur Vertheidigung des Reformvereins unumgänglich nöthig halte, sondern vielmehr «eil Ihre Erörterungen auf den eigentlichen Knoten hin zeigen, nach dessen Lösung man sich leicht über alles Andere verständigen, oder wenigstens klar einsehen wird, wodurch die Verschiedenheit der Ansichten grundwesentlich bedingt wird. Die Frankfurter Reformfreunde haben die „Erklärung" mit einer Auseinandersetzung begleitet, die neben den Erläuterungen über den Zweck des Reformvereins auch noch mancherlei spezielle Aeußerungen enthält, deren Adoptirung von keinem verlangt wird. Hatten sie den Inhalt dieser Aeußerungen als maßgebend für den Reformverein angesehen, so würden sie solchen unmittelbar in die Erklärung selbst ausgenommen haben, hätten sie diese Ansichten verstecken wollen, so wäre nichts leichter gewesen, als sie ganz zu verschweigen. Es scheint mir daher durchaus unstatthaft zu sein, wenn man die Insinuation durchschimmern läßt, als sei dieses Programm auf Täuschung angelegt. Sie werfen den Reform freunden vor, sie laugneten die göttliche Offenbarung. Um zu ermitteln, ob dieser Vorwurf begründet ist, wird es wol vor Allem nöthig sein, den Begriff göttliche Offenbarung genauer zu erörtern und nachzuweisen, wie er im Judenthume aufgefaßt werden muß. So lange das nicht geschehen ist, kann es jedem gleichgültig sein, wenn er von einem Andern als Läugner der göttlichen Offenbarung verschrieen wird. Noch sind es nicht zwei Jahre, daß Sie gegen rabbinische Autoritäten zu Felde gezogen sind, die Sie,

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