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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-07-07 · Heft 27 (7.7.1844) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 27 (7.7.1844)
Date
1844-07-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eia- Wochenschrift für die Kenntnifs und Nekorm des israelitischen Ueüens. RedigirL und herausgegeben von »r. M. Heß, Großherzogl. Wekmarschem Land-Rabbinen in Eisenach. Ne. S». Sonntag, de«?. Juli,841. V. Jahrgang. Uebeebtick. HauPt.Mrtikel: Stimme eines Christen über die Rabbinen-Versammlung. — Geschichte des Lager: Don der Oder^ Geiger'S Programm. Aus Baiernr Religion und Rabbinen. Frankreich: Neue Organisation des israelitischen Cultus. — Aus Gutzkow'S Schriften. Stimme eines Christen über die Rabbinenverfammlnng in Brannfchweig. *) Nicht nur die Advocaten, die Oekonomen, die Theologen und die Buchhändler versammeln sich in diesem Jahre, auch die Rabbinen werden eine solche Zusammenkunft halten, um sich über theoretische und praktische Fragen ihrer Religion zu besprechen. Der geneigte Leser wolle ja nicht aus dieser Zusammenstellung schließen, als ob ich der Sache nicht die verdiente Wichtigkeit beilegte, als ob ich gar über sie scherzen könnte. Das sei ferne von mir. Vielmehr sehe ich in diesem Associationsstreben, das schönste, erhabenste Zeichen der Zeit. Es ist die Wahrheit und die Aufklärung, wie das wol früher der Fall war, nicht mehr das ausschließliche Gut Einzelner; es genügt unserer Zeit nicht, daß ihre hochbegabten Gei¬ *) Obgleich uns dieser Aufsatz viel zu spät zugekommen, so enthält er doch so manche interessante, von Seiten eines Christen wahrhaft überraschende Bemerkungen über die neueste Geschichte des Judenthums, daß wir nicht umhin können, ihm annoch einen Platz in unserem Journale einzuräumen. Red. ster allein den öffentlichen Markt beziehen und durch das beflügelte Wort der Schrift das, was sie in den stillheiligen Stunden ihrer Muse ersonnen, unter das große Publikum bringen; nein, diese Geister selbst sind schon in großer Anzahl vorhanden, selbst zu einem Publikum geworden, und darum fühlen sie das Bedürfniß, sich gegenseitig auszusprechen, sich gegenseitig in ihren Begriffen aufzuklären, zu erweitern, zu berichtigen; und das Übrige Publikum (die Hörer und die Leser) nimmt auch an jenen Versammlungen, namentlich was die Theologen betrifft, um so lebhafter Interesse, weil es von denselben nicht nur eine vielseitige Belehrung Über des Lebens höchste Angelegenheiten, sondern auch eine practifche Verwirklichung mancher tiefgefühlten Bedürfnisse, eine That erwartet; denn was der Einzelne auf kirchlichem Gebiete nicht vermag, was er allein ins Leben zu rufen nicht berechtigt ist, das steht einer Versammlung von Vielen, das kömmt einer Vereinigung mehrerer anerkannten Autoritäten mit vollem Rechte zu. Und wie dieses das Moment ist, welches beim großen Publikum das Interesse für jene Versammlungen erhöht, so wird es nicht minder

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