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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-06-30 · Heft 26 (30.6.1844) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 26 (30.6.1844)
Date
1844-06-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eilte Wochenschrift für -re Renntnifs und Uekorm des ilraelititehen Uedens. RedigirL und herausgegeben von Df. M. Heß, Großherzogl. Weimarschem Land-Rabblnen zu Stadt-Lengsfeld bei Eisenach. Rr. 2«. Sonntag, de« 30. Juni 1844. V. Jahrgang. Uchttbliä. Haupt-Aluffatz: Offene Briefe über den Neformvcrein. (Schluß.) — Geschichte des TageS: Don der Elbe: Frankel'S Zeitfchrift. Hamburg: Ein israelitischer ^kabefourier. Frankfurt a. M.: Ted eines aufgeklärten Talmudisten; Rothschild. London: Jüdische Buchdruckerei in Palästina. Frankreich: Gesetz über Algerien; Flüchtige Polen. Rußland und Polen: Die Ackerbau-Colonieen. — Anzeige. Offene Briefe über -en Reformverein. Von M. A. Stern. (Schluß von Nr. 25.) In Beziehung auf das, was Sie rücksi'chtlich des Verhältnisses der Reformfreunde zur Offenbarung sagen, könnte ich mich eigentlich damit begnügen, zu bemerken, daß sie dieselben nicht verstanden haben, oder nicht verstehen wollten. Aber ich will einmal etwas weiter darauf eingehen. Freilich handelt es sich hier um einen Punkt, über den schon so ungeheuer viel gesagt ist und sich noch sagen laßt, daß ich, selbst wenn ich die hinlängliche Einsicht besäße, es doch nicht unternehmen könnte, in einem ohnehin schon zu lang gewordenen Briefe etwas Erschöpfendes vorzubringen. Da ich aber auch nur die Absicht habe, eine Mißdeutung abzuweisen, so kann ich mich mit einigen Gedankenstrichen begnügen, die Ihnen, als einem denkenden Manne, genügende Anhaltspunkte zur weiteren Erörterung geben ^werden. Sie deft'niren die göttliche Offenbarung als eine Jnfluirung des außerweltlichen Gottes auf die Menschen zur Kundmachung göttlicher Dinge. Was nun zunächst das Attribut „außerweltlich" betrifft, so ist es höchst unstatthaft, daß Sie den Gott Israels in dasselbe einzwängen. Denn, um mit Schleiermacher zu reden, „trifft der immer etwas wunderliche, daß ich so sage, grob gezeichnete Unterschied zwischen einem außer- oder überweltlichen und einem innerweltlichen Gott, die Sache nicht sonderlich, da streng genommen, von Gott nichts nach dem Gegensatz von innerhalb und außerhalb ausgesagt werden kann, ohne irgendwie die göttliche Allmacht und Allgegenwart zu gefährden." Und außerdem kommen Sie noch mit den Kabbalisten ins Gedränge, welchen Sie doch den Offenbarungsglauben nicht werden absprechen wollen. Also lassen wir einmal dieses Wort bei Seite, so bleibt noch die Offenbarung als Jnfluirung Gottes auf den Menschen zur Kundmachung göttlicher Dinge. Mit welchem Rechte sagen Sie denn nun, selbst in Ihrem Sinne, daß die Stifter des Vereins eine göttliche Offenberung läugnen, weil sie den Mosaismus für das höchste erklären, wozu der denkende Geist sich emporfchwingen konnte? halten Sie denn die Aeußerungen des denkenden

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