Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 5 (1844)
- Issue
- Heft 19 (12.5.1844)
- Date
- 1844-05-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Sitte Wochenschrift für -ie Kenntnils und Uekorm Les I»denth«ms. Redigirt und herausgegeben von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimarschem Land-Rabbinen zu Stadt-Lengsfeld bei Eisenach. sr*. i». Sonntag, de« IS. Mai 1844. V. Jahrgang. Iteveeblick. HauPtTkrtikel: Breslauer Zustände. (Fortsetzung.) — Geschichte des Tages: Frankfurt a. M.: Triers Entlassungsgesuch; Die Heimlichkeit und Inkonsequenz der starren Orthodoxie; Kirchheim. Bon: Rhein: Die Rechte der Juden. Berlin: Em Jude als Stadtrath. — Beilage: Das Hospital in Karlsbad. Breslauer Zustände. I. Artikel. Geschichtliches. (Fortsetzung von Nr. 18.) Unter diesen Umständen war die möglichste Vorsicht und Umsicht nöthig geworden. Das Somit« hatte sich in einer unterm 2. Febr. 1838 an daS Ober-Vorsteher- Collegium gerichteten Eingabe seines Auftrages entledigt, und dieses lud den Herrn Tiktin zu einer Berathung über diese Angelegenheit ein. Er erschien und begann damit, in einer aus Midraschim zusammengesetzten Anrede vorweg die Absicht des Vorstandes, „einen Gottlosen aus der Ferne herbeizurufen" *) und „Neuerungen einzuführen" hart zu rügen; er drohte, wenn sie davon nicht abstehn, sein Rabbinat niederzulegen u. dgl. Die Vorstellungen, welche dagegen gemacht wurden, die Ver- *) Spielende Anwendung des Derses (5. M. 28, 49): piTlS "pte 'n K2*'- - sicherungen der reinen Absicht, die Hinweisung auf die ausdrücklichen Bestimmungen der Statuten, welche regelmäßige deutsche Vortrage verlangen, das Dorführm anderer Gemeinden, welche bereits langst dem nun auch hier kräftiger erwachten und ausgesprochenen Zeitbedürfnisse genügt, fruchtete nichts; Hr. T. blieb bei seinem Widerspruche, ohne ihn zu begründen. Eine bestimmte ausdrückliche Erklärung erfolgte von ihm jedoch in Betreff der Anstellung eines Gemeinderedners nicht; hingegen erneuerte das Somit«, welches diesen Zweck sich vorgesteckt hatte, sein Gesuch dringend. Der Vorstand beschloß nun unterm 23. Februar, schriftlich an Hrn. T. sich zu wenden, und er drückte ihm in seinem Schreiben aus, wie fern es nicht in ihm liege, eine wesentliche Aenderung in dem bisher üblichen Gottesdienste zu gestatten, wie im Gegentheil seine Absicht dahin gehe, „daß die Wahl einen Mann treffe, welcher der Zustimmung des Hrn. T. sich zu erfreuen im Stande sein dürfte^. Es ist ehrend für den Vorstand der Gemeinde, daß er einen längere Zeii fungirendeu Beamten mir solcher Schonung und! Achtung d.handelte, während dieser sc geringe Rncks.eyr