Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 5 (1844)
- Issue
- Heft 17 (28.4.1844)
- Date
- 1844-04-28
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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136 der, die ftauzösisch lernen, möchten wir besonders darauf aufmerksam machen, und es zum Gebrauche anempfehlen. Die Religion muß Hauptgegenstand des Jugendunterrichtes sein und soweit nur immer möglich mit anderen Unterrichtsgegenständen verbunden werden. Vielleicht sogar, daß eine wechselseitige Beförderung hier erwartet werden dürfe. Die Darstellung ist fließend und der Inhalt ein sehr reichhaltiger. T* Von R. Abraham Jbn Esra. Krikisch bearbeitet und mit einem Commcntar nebst Einleitung versehen von Dr. G. H. Lippmann. Mit einem Vorwort von Dr. I. M. Jost. Frankfurt a. M. 1843. Seit länger als 15 Jahren beschäftigt sich der Herausgeber dieses Wcrkchens damit, die noch ungedruckten oder doch selten gewordnen Schriften des berühmten Jbn Esra (Rabbi Abraham ben Esra, geb. 1093, gest. 1168) herauszugcbcn. Die Freunde der hebräischen Literatur werden ihm auch für dieses, zwar schon 1838 durch Herrn BislichiS mit einem Vorworte von Herrn Lettris erschienenes, aber hier mit einem Commentar versehenes Schristchen des I. E. Dank wissen. Ist es auch von geringem Umfange, und der eigentliche Inhalt von keiner besonderen Wichtigkeit: aus jener Zeit und von einem Manne, wie I. E. ist jedes Ueberbleibfel ein kostbarer Schatz, der sorgfältig aufbcwahrt und vor Untergang geschützt werden muß. Der Inhalt des fraglichen Schriftchens ist nun folgender: Dunasch Ben Librat aus Fetz, auch unter dem Namen Adonim Ben Levie bekannt, schrieb gegen den berühmten Gaon Saadia. Jbn Esra, der selbst nicht immer zart und schonend gegen seine Gegner sich auszudrücken pflegte, aber von einer besonder» Hochachtung gegen den genannten Gaon durchdrungen war, nahm diesen in Schutz und schrieb gegen den gedachten Dunasch. Zu 161 Stellen, die von Dunasch abweichend von Saadia's Erklärungen erläutert worden, macht er seine mitunter sehr richtige, zuweilen aber auch nicht ungezwungene Bemerkungen, und diese machen den Inhalt des ganzen Büchleins aus. Uebrigens finden sich nicht wenige in grammatikalischer sowol als in exegetischer Hinsicht sehr wichtige Notizen darin, die dem Schristchen einen bleibenden Werth, auch außer seinen literar-historischen, viudiciren. Noch müssen wir bemerken, daß die Vorrede des Herrn vr. Jost eine recht dankensrrerthc Zugabe ist. Druck und Papier sind schön. TiDtf Ebw Den Freunven der neuhebläischen Literatur wird von Herrn Lettris, der unter dem Titel ytt '2" im Jahre 1835 Racines Athalie in hebräischer Uebertragung herausgegeben, das Trauerspiel „Esther" von demselben Autor in hebräischer Uebersetzung dargeboten. Lettri's Gewandtheit und Talent auf diesem Gebiete ist zu bekannt, als daß wir jede Anpreisung nicht für überflüssig halten sollten. Auch dieses Produkt ist ein Zuwachs der neuhebräischen Poesie, für welchen deren Freunde Herrn Lettri's dankbar zu sein Ursache haben. Auch der Verleger hat hinsichtlich der Ausstattung es an Nichts fehlen lassen. A — r. Zur Reeenfion eingegangene Schriften. K. Grün, die Judenfrage; Vocabularium zum hebräischen Gebetbuche; Paulus, die 6 Schöpfungstage; Herbert, Beleuchtung der preuß. Censurinstruction; The Occident, 7 und 8.; der Christianismuö und der Mosaismus; Fischer, Betrachtungen über die Unsterblichkeit; Feld mann, Zeit- und Lebensfragen; die biblischen Geschichten in poetischer Bearbcitung; Carriere, der Kölner Dom; Schwarz, SchellingS alte und neue Philosophie. Bekanntmachung. In der Beck'schen Buchhandlung in Nördlingen ist so eben erschienen und durch ^alle Buchhandlungen, in Hersfeld u. Homberg durch F. L-chuster zu beziehen: «Krameir, S«, isr. Lehrer, -ca oder: Hofagent Maier, der Jude des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Volksschrnt für Israeliten. 12. 163 S. geh. Ladenpreis 8f Sgr. (Partiepreis für 12 Exemplare 6^ Sgr.) Der Verfasser ist als israelitischer Volksschriststeller bekannt, und hat eine herrliche Darsteüungsgabe, welche auch dieses Büchlein in seinen Kreisen wol empfehlen wird. Früher erschien daselbst: Schweizer, D., hebräische Wandsibel in neun (lithographirten) stufenwcis aufeinander folgenden Tafeln, zum Gebrauche öffentlicher israelitischer Volksschulen verfaßt. Fol. (10 B.) 1839. 15 Sgr. Diese Wandfibel ist mittelst Nescr. der königl. Regierung von Mittelfranken allen israelitischen Schulen zur Anschaffung empfohlen worden, was für die evidente Zweckmäßigkeit derselben ein günstiges Zeugniß ablegt. Druck undVerlag von F. Schuster in Hersfeld.