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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-01-21 · Heft 3 (21.1.1844) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 3 (21.1.1844)
Date
1844-01-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eia- Wochenschrift für Äie Arnntnits und Nekorm des Irrdenlhums. Redigirt und herausgegeben von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimarschem Land-Rabbinen zu Stadt-Lengsfeld bei Eisenach. Rr. A. Sonntag, den TI» Januar. 1844. V. Jahrgang. Menschen zum ächten Gottesdiener, zum Segen spendenden Priester am Altäre der Menschheit zu bilden. Nun ist aber der Staat der Boden unseres Wirkens, die heilige Stätte, auf der allein wir das, was in unserem Innern gereist, was da zur ächt-menschlichen Frucht gediehen ist, darbringen können. Was hilft es demnach, wenn die Aufklärung ihre eine Mission an uns vollendet, wenn sie unseren Glauben von allen unreinen Elementen befreit, ihm die rechte, menschlich-würdige. Gestalt gegeben, wenn die Pforten, in dieser uns zu äußern, in dieser zu wirken, uns verschlossen bleiben? Darum haben auch alle diejenigen, welche unfern inneren Angelegenheiten ihre Theilnahme und Lhätigkeit zuwendeten, diese nicht minder auf unsre äußere Stellung gerichtet. Allein ist auch alles das, was man gegen unsre Rechtsansprüche einwendete, längst entkräftet, längst gerade »on den edelsten Geistern als die Kraft eines unfreien Sinnes erkannt worden, eines steht uns noch immer entgegen, kann wenigstens denen, die uns nicht Wohlwollen, zur Waffe gegen uns dienen; es ist die ausdrückliche Bestimmung in den noch recipirten rabbinischen Gesetzbüchern, daß es uns religiös nicht erlaubt fei, Recht bei nichtisraelitischen Gerichten zu nehmen. lOf cr6i&* cf3"jr ’n |r6 (Choschen Hamischpat, Cap. 26, tz. 1.) Einen scheinbareren Beleg für die uns vorgeworfene besondere Nationalität kann es nicht geben. Denn was wir auck dagegen und mit Recht und Wahrheit dagegen sagen mögen, daß dir Ueber die Autonomie -er Rab-inen und -aS Prineip -er jü-ischen Ehe. Ein Beitrag zur Verständigung über einige das Judenthum betreffende Zeitfragen von llr. Samuel Hottheim, Großherz. Mecklenburg-Schwerin'schem Landes-Rabbinen. Schwerin, Kürschnersche Buchhandlung. (Fortsetzung von Nr. 2.) Die bisherigen Erörterungen von Holdheim hatten vornehmlich das innere Leben des Judenthums vor Augen, sie zeigten, wie menschliche Defangenheit die Perle achter Religiösitat verunstaltet und wie es der Beruf einer helleren Zeit sei, sie ihrer unachten Beimischung zu entladen, und so lauter und rein als sie aus Gottes Hand gekommen den Söhnen der Gegenwart wiederzugeben. Mit der Veredlung unseres inneren Lebens steht aber unsere äußere Stellung, unser bürgerliches und politisches Verhältniß in dem innigsten Zusammenhang, ja ist wesentlich nichts Anderes als dieses selbst, als sein Heraustreten in die sichtbare Welt, in den Kreis des Staates und des gemeinheitlichen Lebens. Die Religion will und kann nichts Anderes wollen, als die Blüte der Menschheit zur Vollendung zu bringen, als den

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