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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1843-01-15 · Heft 3 (15.1.1843) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
4 (1843)
Issue
Heft 3 (15.1.1843)
Date
1843-01-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Zsraelit des neunzehnten Jahrhunderts. Girre Wochenschrift für die Kenntmß des israelitischen Lebens/ besonders in religiös r kirchlicher Beziehung. Herausgegeben von Dr. M. Heß, ©re§!)cr;c>t)f. Wcimarschem Land.'R.rl>dinen zu StaVt^Lengsfclv bei Eisenach. R». 3. Sonntag, Sen iS Januar 1843. IV. Jahrgang. Erwiderung auf den Aufsatz Jabrg. III. Nr. 29 und 30 dieser Blätter: Ist die Erlernung des Hebräischen in den jüdischen Schulen nothwendig? (Von L. Adler.) (Schluß von Nr. 2.) Ferner meint Einsender, weil die Jugend doch nie zum Verständnisse der außergewöhnlichen Gebete, wie 'Dl ronsv rrcnp c-BVS gelangen werde, so falle auch der, wie er ihn nennt, rituelle Grund für die Nothwendigkeit des Verständnisses des Hebräischen, daß der Israelit die gewöhnlichen Gebete verstehen lerne, weg. Sprecher weiß nicht, was er zu einem solchen Argument sagen soll. Weil, wer den Cäsar lesen kann, den Horaz noch nicht versteht, soll in den untern Klassen der Gymnasien auch jener nicht gelesen werden? Dazu kömmt, daß die gewöhnlichen Gebete nicht nur in einem leichten fließenden Hebräisch geschrieben sind, sondern auch ihr Inhalt voll der erhabensten und edelsten Empfindungen ist, während die sogenannten Piutim u. s. w. größtentheils wahre Schmarozerpflanzen bilden, deren Ausjätung aus dem heiligen Boden unseres Gottesdienstes von allen Einsichtsvollen gewünscht wird. 5) 5) Was da der Verfasser über die Piutim sagt, ist richtig, bildet aber keine Entgegnung auf die Bemerkungen des Einsen-- ders, da derselbe sich gegen das Uebersetzen der gewöhnliche» hebräischen Gebete in den Schulen nicht ausgesprochen hat. Endlich sollen die Orthodoxen einen uyzuergründenden Grund, ein ihnen selbst unerklärliches Gefühl für die hebräische Sprache und das Studium der in ihr verfaßten Schriften haben. Dieses nennt der Einsender einen mystischen Grund. Sprecher will es aber dem Herrn Einsender verrathen, warum den Orthodoxen diese Sprache so lieb und werth ist, warum sie dieselbe gepflegt wissen wollen. Dieselben haben es nämlich erfahren, daß in den meisten Gemeinden, besonders aber in den Kultursteppen, wie z. B. in den gewöhnlichen Landgemeinden die intellectuclle Bildung, der Sinn für das Wahre, Gute und Schöne, hauptsächlich bei der Klasse der n"n zu finden ist, daß der vernünftige Fortschritt und die Aufklärung von ihnen altsgeht, und an ihnen wiederum das empfänglichste Object findet; daß hingegen der rfy wenn die Cultur ihn nicht auf anderen Wegen zugänglich geworden, in der Regel ein gefährliches Glied btt menschlichen Gesellschaft und doch wiederum das eigentliche Brennholz des Fanatismus abgibt. Die Achtung, die der höheren intellectuellen Bildung nie fehlt, die unzähligen Aufforderungen der NIM selbst, ihr und nur ihr zu leben, das bessere Fortkommen, das der n"n auch in bürgerlicher Beziehung findet, macht es jeder Mutter zum heißesten Wunsch, daß das Kind, das sie unterm Herzen trägt, nicht etwa ein Minister, Amtmann, ein Geistlicher vom Stande, nein, daß es ein O2N TQ^n werde. Dieser heiße Wunsch macht des denkenden Vaters Stimme beben, wenn er im Augenblicke, da der zarte Knabe in den Bund Abrahams eingeführt wird, spricht: min1? DE* p 'CT eise* Gesetzt aber, das Studium der 2DD2W min wäre ohne allen materiellen Werth,

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