Mannheim
Compact Memory

Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1842-10-09 · Heft 41 (9.10.1842) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
3 (1842)
Issue
Heft 41 (9.10.1842)
Date
1842-10-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2566751-2566802-2566844--0454-2568098
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Der Zsraelit deS neunzehnten Jahrhunderts. Ein Wochenblatt für die Kenntniß des israelitischen Lebens, besonders in religiös-kirchlicher Beziehung. Herausgegeben, von Dr. M. Heß, Größt,cr;ogl. Wcimarschcm ^'a»d-R.N'vinc»;u Erc>Vt-?engsscld bei Eisenach. Re. 41 Sonntag, de« 8. Detover 1842. III. Jahrgang. Motto: Entschieden, freisinnig, muthvoll und wahr. Die Rebbinatsangelegenheit in Breslau. Dritter Artikel. Die religiöse Frage. (Forts, von Nr. 40.) Nach dem Vorausgegangenen werden unsere Leser nun leicht ermessen können, von welchem Gehalt die gegen die Religiosität des Dr. Geiger aufgebrachten Gründe seien: Wenn das Lissaer Rabbinat behauptet: „Es ist ein im Judentbum feststehendes Dogma, daß alle im Buche Mosi's enthaltenen Gebote und Verbote, und zwar in der Ausdehnung, welche die im Talmud verzeichneten Traditionen ihnen geben, göttlichen Ursprungs sind, zu allen Zeiten für seine Bekenner bindend", so zeigt das nur von der großen Unwissenheit dieser Herren. Der wirklichen Traditionen im Talmud sind nur äußerst wenige „ein Kind kann sie zählen" *) ihre *) Von ihnen sagt der Talmud immer ausdrücklich, daß sie ein überliefertes Gebot (e*DD rwb Ipl) seien. UcbrigenS fmb auch diese keineswegs den mosaischen Gesehen gleich zu achten , iti ^12621 1:22 'n *b tiksd 1221 c’p'is i"' inPni2 12 2" 11221 pa, py2 1121 ’i ur '"1212,'122 12'2p 12^1 8112' 121 lP'28Ü' '1182 22'1 121 mini p 8'1L1 121 212* psi, r?b pip ühsd übrigen Anordnungen (rc.lil2,i2pi) und was sie durch Anwendung der dreizehn hermeneutischen Regeln ableiteten, worüber in der Regel Diskussionen stattfanden, waren sie, wie wir gesehen, selbst weit entfernt für göttlichen Ursprungs „zu allen Zeiten bindend" zu halten *). Wenn ferner Hr. Eger die Stelle im Maimonidcs "181212 1812321 ,11112 p?l22"J, und die in Eboschen Hamischpot 2*1112 2'121211 2'Clip *5 811 2*"*2'21" "/H111? 2*'7C2l 2i2">'12 auf Geiger anwendet, weil er von der Auslegung des Talmuds bei dem einen oder anderen Gebote abweicht, und denselben als einen von der israelitischen Gesellschaft ausgestoßenen Ungläubigen erachtet, der als glaubwürdiger Zeuge nicht zulässig sei, so vergißt der gute Mann, daß wenn er unparteiisch sein will, er die größten Gesetzlehrer, die ihm selbst eine heilige Autorität sind, als einen Maimonides, einen Sardinhe und noch viele Andere, in eine Elasse mit Geigern bringen muß, da diese, wie wir gesehen, gleichfalls von der Auslegung des Talmuds bei dem einen oder anderen Ep) (Nachman. zu Sephcr Hamitzwoth) niP2 2'1122 8112' 2'12'1 2!? ''1212 '1212, llllll 1128 "pl 81 (l"2 C'l2 12 bz& 'sb '122 1L'21 12-»n 2'111'2'1 bzO 11T2 1L'8 ''1212 '1212 81p' 11111 Jfbz 18211 81L1 *) 82217/121 121,2111 1,1ldl2 f12 f 8 1^2p '121 1121 12'22 1l2p 1182' 111'2 IpV) 12 12 (Raimon. Helil Mamrim.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.