Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1842)
- Date
- 1842-08-21
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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138 chen, und ferner durch Gebräuche, Speisegesetze, Sabbathfeier rc. von der größeren christlichen Bevölkerung streng sonderten. *) Die das Begehren gestellt hätten, wollten vermuthlich chen Separativgesetzeu entsagen und ihnen wäre die Annahme zu wünschen, ja es sei billig und gerecht, sie zu bewilligen; aber dies seien bisher nur Vermuthungen, die Berichterstatter hätten aussprechen sollen, daß sie den Reformen zugethan seien und nur für diese Emanzipation begehrten, dann hätte ihnen die Commission Wege angeben können; da dies aber nicht geschehen, wären diese Schwierigkeiten groß, die nicht in der Moral lägen, da ihre Schrift ja auch einen Theil unserer heiligen Bücher ausmachte, und sie die Einheit des unsichtbaren Gottes glaubten, sondern in äußeren Verhältnissen beständen, die ein Buch ausrecht erhielten, welches einige historisch, Andere prakiisch nannten, welches Gott als Rache athmend beschriebe und den Aberglauben begünstige u. s. w." Die israelitische Gemeinde zu Baltimore soll sich an die Prediger des Hamburger Tempels mit der Bitte gewendet haben, ihr den ganzen dorrigen Ritus mitzutheilen, da sie denselben in ihrer Mille einzusührcn gedenke. Die jüdischen Auswanderer **) nach Amerika. Seht jenen Häuf Don Kindern und von Greisen! Er macht sich auf, In fernes Land zu reisen. Sie lassen nie Die Lehr' aus grauen Tagen, Und wollen sie Auch in die Fremde tragen. Ihr habt geseh'n Die deutschen Burgen thronen; Ihr wollt nun geh'n Und in dem Urwald wohnen. *) Aber um Himmels Willen, meine Herren! liegt denn wirklich diesem Gebrauche eine Absonderung vom Christen zu Grundes Die orthodoxen Juden essen ja Alles mit Euch, was sie nach ihren Religionsansichten essen dürfen, und was sie nicht essen dürfen, genießen sie auch mit den Christen nicht. Die Feier des Sabbarbs darf euch nicht irren, so wenig ihr es billigen würdet, wenn die Mubamedaner eure unter ihnen lebenden Glaubensbrüdcr von den bürgerlichen Rechten ausschlössen, weil sie statt des Freitags den Sonntag feiern und gar jenes Stückchen Haut weniger soll auch einen Mangel des Bürgerrechtes zur Folge habend Wie müssen doch die Engländer und Franzosen über eure Argumente lachen! — Red. **) von Theodcr Creizcnach in Frankfurt a. M. An seinem Saum Wird euch im Schlaf erreichen Ein wüster Traum Von Cedern und von Eichen« Im Glück vereint Lebt Ihr wie neugeboren. Mein Herz doch weint Und fühlt, was Ihr verloren. Es fühlt so schwer, Was Eure Seele leidet, Wenn Euch ein Meer Von Eurer Hoffnung scheidet. Es weht ein Sturm Durch alle Erdenräume, Verschont den Wurm Und trifft die edlen Bäume. Er führt dich auch, O Volk, du weit verschlag'neö, Durch seinen Hauch Bon Land zu Land getrag'nesl Wird sich der Kern, Den Stürme jetzt zerstreuen, In weiter Fern' Zum LebenSbaum erneuend Wie, oder soll Die Schaar in neuen Mauern Nur sehnsuchtsvoll Vergang'ne Zeit betrauern; Und jener Schrein, Wo ihre Rollen lagen, Nur alte Pein In neue Welten tragend Nein, seht auch hier Durch Lenkung unsres Hortes Ein Hochpanier Des nie zerstörten Wortes; Das fest und klar Bis hierher uns geleitet Und wunderbar Auch über's Weltmeer schreitet! Bekanntmachung. Don unö ist durch alle Buchhandlungen, in Heröfeld und )omberg durch F. Schuster zu beziehen: Rabbinisches Gutachten über Militarvflichtigkeit der Juden. L<on Di-. Abr. Geiger, Radbinen in Äreslau. Preis 5 Sgr. e {X. ClmtrßAvf in Truck und Verlag von F. Schuster in HerStelst