Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 3 (1842)
- Issue
- Heft 5 (30.1.1842)
- Date
- 1842-01-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Ein Wochenblatt für die Kenntniß des israelitischen Lebens, besonders in religiös-kirchlicher Beziehung. Herausgegeben von »r. M. Heß. Greßhcr;o.rl. Wcimarschcn 2and-Radbinen;» Start LenqKscld, bei Ei>'enach. Rr. L. Sonntag, den 30. Januar I84T III. Jahrgang. Motto-. Entschieden, freisinnig, muthvoll und wahr. Schreiben ans Prag, betreffend eine gFgen den pennst (S. J\£ 38 Jahrgang II. dieser Blätter) unter dem Titel pp rciKTi erschienene Schrift. (Schluß ) „Bis hierher hat der gelehrte Verfasser viel gemeint und geglaubt, aber nichts widerlegt; nun laßt er sich aber zur Widerlegung des pik mit folgenden Worten herab. „Die Worte des HN sind keiner Antwort werth, da dessen Verfasser sich in der Aussage des üV geirrt hat, wie schon in der Einleitung im Namen aller früheren Gelehrten angeführt worden. Auch was er von dem Widerspruch der Mischna in Edujoth gegen die in rn sagt, verdient keine Erwiderung, denn er verwechselt die Objecte; in rn spricht der Tanait von einem Einzelnen, und sagt, daß dieser dem "q seiner Zeit gehorsam sein muß, und nicht sage, daß es nicht die Gewalt habe, wie jenes des Moses, was aber nicht der Fall in Edujoth ist, wo der Tanait die Verhältnisse feststellt, wie sich ein ■ta gegen ein früheres zu verhalten habe. (Anmerkung des Referenten.) Die Meinung, daß die Mischna in Edujoth von zwei gleichzeitigen TD spreche, ist nicht neu, der Verfasser hätte dieferwegen den genialen Di-. Geiger, der diese Meinung vorzüglich behauptet hat, widerlegen sollen. Der Gegensatz der Mischna in rn gehört wohl dem n-r, und hierauf ist Folgendes zu bemerken: Der gelehrte Verfasser denkt sich die Judenschaft zur Zeit der Mischna, gleich einer Bienenrepublik, wo der ganze Staat um einen Weisen versammelt, seinen Befehlen unterworfen ist, was er auch Seite 10 deutlich ausspricht. Dich aber war nicht der Fall; zur Zeit der Mischna war die Judenschast schon vom Tigerstrom bis zur Tiber, von Cadir bis ins schwarze Meer an den Küsten Asiens, Afrikas und Europas und auf allen Inseln des Mittelmeeres, mitunter in sehr zahlreichen Gemeinden, wie z. B. Alexandrien, Antiochia, Rom (wo nach Zeugniß des Josephus schon während des Bestandes des Tempels 8000 Familien sich ansässig fanden), in Mesopotamien und durch ganz Arabien, wo sie nicht minder zahlreich waren, zerstreut. Die Reise von Jerusalem nach Rom, oder nach Babylon erforderte oft Monate. Wenn die Juden nun ihre Jahre und Feiertage bestimmten, indem sie Zeugen über das Erscheinen des Neulichts abhörten, war dieses nach Vorschrift der Mischna Obliegenheit des jedesmaligen "O , wozu drei Beisitzer erforderlich waren. Bei dem geringen Verkehr entfernter Orte mußte eine