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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1842-01-02 · Heft 1 (2.1.1842) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
3 (1842)
Issue
Heft 1 (2.1.1842)
Date
1842-01-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Ein Wochenblatt für die Kenntniß des israelitischen Lebens, besonders in religiös-kirchlicher Bezichung. Heraus gegeben von »r. M. Heß. Großher;ogl. Wcimarschen Land-Ravbinen;n Stavr Lenzsfcld, de: Eisenach. ££?♦ R Sonntag, den 2 Januar 1842. 111. Jahv NZ. Slotto: Entschieden, freisinnig, muthroll und wahr. dieses Blatt, von welchem jeden Sonntag eine Nummer erscheint, ist einschließlich des ganzen Porto's für den geringen Preis von 1 Thlr. 20 Sgr. oder 3 Fl. rhein. jährlich, 23 Sgr. oder 1 Fl. 30 Kr. halbjährlich durch alle Postämter und Buchhandlungen von dem Kurfürstl. Hess. Postamte in Hersfeld und von der Buchhandlung von F. Schuster daselbst zu beziehen. Alle, welche sich hiezu berufen fühlen, werden um Beitrage und Nachrichten, sowie die Buchhandlungen, welche die bei ihnen herauskommenden Schriften beurtheilt wünschen, um Einsendung derselben ersucht. Annoncen aller Art werden gegen 1J Sgr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petitschrift ausgenommen. Da nur diese Nummer als Probeblatt ausgegeben wird, so bittet man, alle Bestellungen baldmöglichst zu machen. Auch sind noch Exemplare von den beiden ersten Jahrgängen, die wegen ihres meistens aus Aufsätzen und Recensionen bestehenden Inhalts kaum etwas an Interesse verloren haben, für 1 Thlr. zu haben. Unsere Zeit und das Berhättniß dieser Zeitschrift zu ihr. Mit diesem Thema eröffnen wir den dritten Jahrgang unserer Zeitschrift und indem wir unsere verehrlichen Leser zu näherer Betrachtung desselben einladen, stellt sich uns für die fernere Theilnahme an jenem Institute die schönste, freudigste Perspective dar. Was ist unsere Zeit? was ist sie namentlich in Beziehung auf das Judenthum, auf feine hohen und himmlischen Interessen, auf seinen ewigen und göttlichen Gehalt? Unsere Zeit ist eine selbstklare und eine selbstbewußte; sie hat dieses Bewußtsein schon enungen, sie will es noch freier fassen, noch gewaltiger und umfangreicher zur Herrschaft bringen. .Dle Vergangenheit hatte dieses Selbstbewußtsein nicht. In ihr herrschte noch der starre Rabbinismus, die unfreie und engherzige Auffassung des Judenthums, wie sie die äußere Stellung der Juden, die selbst eine unfreie war, und daher die Lebensrichtung der letzteren schroff nach innen, nach der unfreien und buchstäblichen Verehrung des göttlichen Gesetzes, drängte, erzeugt hatte. Das Judenthum war also damals noch nicht zum Bewußtsein seiner selbst, zum Vorstellen seines wahrhaftigen Inhalts gekommen. Erst der neueren Zeit, die durch die Wissenschaft und die freiere Stellung nach außen selbst eine freiere wurde, war dieses Vorbehalten. Aber das Selbstbewußtsein in der Religion ist niemals ein fertiges, ein abgeschlossenes. Zwar die Religion selbst ist als ein Göttliches, als ein vom höchsten Wesen Stammendes, auch ein Höchstes, ein Absolutes; aber in dem Bewußtsein des Menschen, als eines end-

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