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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1841-07-04 · Heft 37 (4.7.1841) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
2 (1840-1841)
Issue
Heft 37 (4.7.1841)
Date
1841-07-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit deS „cunzcßnkcn 8-WmhtttS. Ein Wochenblatt für die Kenntniß des israelitischen Lebens, besonders in religiös-kirchlicher Beziehung. Herausgegeben von Dr. M. Heß, Land-Rabbinen zu Stadtlengsfeld, im Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach. Nr. 37. Sonntag den 4. Juli 1841. H. Jahrgang. Motto: Entschieden, freisinnig, muthvoll und wahr. Strm-en -er Weihe für israelitische Confirmanden, in einer Reihe von Betrachtungen über die wesentlichsten Punkte der mosaischen Lehre von M. Creizenach, Dr. Nebst einem Anhänge jüdischer Gedichte von Dr. Th. Creizenach. Frankfurt a. M. 1841. (Schluß von Nr. 36.) „Hier" (bemerkt Creizenach über den Confirmationsunterricht) „muß der Lehrer aus dem reichen Schatz unserer Literatur, insofern er ihm zu Gebote steht, und aus den verschiedenartigen Phasen des israelitischen Lebens, wie sie unter dem Wechsel der Generationen auf einander folgten, mit Klarheit und Ausführlichkeit zeigen, daß unsere Religion in jeder Beziehung dem reinen Begriff einer Gotteslehre entspricht, und daß man sie nicht schmähen kann, ohne sie zu verläumden. Er muß zeigen, daß sie nicht nur mit den Aussprüchen der Vernunft in Einklang steht, sondern die Vernunft selbst vor den schädlicheu Verirrungen der Schwärmerei, des Aberglaubens und der Zweifelsucht bewahrt, und daß sie durch die ihr inwohnende Gotteskraft aus ihrem Organismus alle falsche Doctrinen verdrängt, die menschlicher Unverstand ihr einzupfropfen bemüht seyn mag. Er muß zeigen, daß sie nicht veraltet ist und nie veralten kann, daß man sie wohl mit einer anmuthlosen Rinde überzogen, aber nicht ihr den frischen Lebenssaft rauben konnte, der ihr eine ewige Jugendlichkeit verbürgt, welche sie bei fortschreitender Cultur immer lebenskräftiger, immer beglückender zeigen wird. Er muß zeigen, daß die Hoffnungen Israels keine andere sind, als die aller Edlern, von dem Geiste wahrer Humanität durchdrungenen Männer, die in dem Gange der Weltereigniffe das herrliche Ziel erkannt haben, welchem Gott die Menschheit entgegenfuhrt. Eine Hauptwirkung des Consirmationsunterrichtes soll auch sein jene wahre Toleranz^ welche, fern von der empörenden Anmaßung, 'sich mit religiöser Duldsamkeit zu brüsten, jede Handlung als fromm und heilig ehrt, die aus reinem Gehorsam gegen den göttlichen Willen ausgeübt wird. Durch solche Gesinnungen wird unsere Jugend sich ohne Sträuben und ohne unnütze Grübeleien in die Religionsformen fügen, deren Beobachtung ihr im elterlichen Hause oder in der Schule empfohlen wird. Gelingt es uns nur, solche Gesinnungen in Israel herrschend zu machen, so ist die große Aufgabe, welche jetzt bei uns an der Tagesordnung ist, gelöst, die Aufgabe nämlich wahre Frömmigkeit mit wahrer Aufklärung zu vereinbaren." Ueber den Gottesdienst wird Folgendes gesagt:

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