Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 2 (1840-1841)
- Issue
- Heft 10 (13.12.1840)
- Date
- 1840-12-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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40 Tempels erzähle, und zeigte die Uebereinstimmung der Rede des alten weisen Königs mit der Anrede Friedrich Wilhelm's IV. an sein Volk. Es ist merkwürdig, fügte er hinzu, daß der Name des Königs: Friedrich (vridurih) nichts Anderes als die Uebersetzuug deS hebräischen Namens Salomo (von Friede) ist, von welchem es Chron. 23, 9. heißt: Er soll ein Fürst des Friedens seyn, denn ich will ihn ruhen lassen vor allen feinen Feinden umher, denn er soll Salomo heißen u. s. w. Auch in dem Namen der Königin: Elisabeth, welcher ursprünglich hebräisch ist S. 2. Mos. 6, 23, cf. Luk. 9, 5.) fand er ein schönes Omen, denn er bedeute: Eid bei Gott, einen Namen, bei welchem wie bei Gott geschworen wird, mit Einem Wort: die Angebetete... — Zn der Synagoge zu Brilon (in Westphalen) wird zufolge einer Anordnung des würdigen Land-Nabbinen Friedländer jeden Sabbath bei offenliegender Thora ein Gebet für dieHH. Montefiore, Cremieur und ihre Begleiter verrichtet. II. Hört ihr den Ruf Aus jenen lichten Höhen? Der Welten schuf. Läßt ihn an uns ergehen, Drum dring' er heut' an unser Herz :,: Eilt zu empfah'n Den Tag der reinsten Freude, Huld'gend zu nah'n Dem Fürst im Feierkleide; Schwört auf des Vaterlandes Fahn! :,: Kommt's Gott von Dir, Bon dem nur Gutes fließet Und für und für Des Segens Fülle sprießet, So ist's der Hoffnung Lebenswort. :,: Lieder zu der am 15. Oct. in der Synagoge zu Brilon stattgefundenen Feier der Huldigung und des Geburtstages Sr. Majestät Friedrich Wilhelm IV. Herr! Dein Geheiß Wies uns an Preußens Scholle, Daß Ehr' und Schweiß Ihm Jsr'el weihen solle; Dafür, v Gott, Dir Dank und Preis. :,: I. Hpr' uns, wenn Treu' dem Preußenbund Wir schwören All' in dieser Stund, Du unsres Landes Schutz und Schild, Der prüft, was unser Znn'res füllt'. Und unstren Schwüren sende Du O Vater die Vollendung zu. 'Allgütiger zu Dir empor Steigt heut' ein heil'ger Jubelchor; Roch ruh't in dunkler Zukunft Schooß Des neuen Herrschers Lebensloos. — O Gott, wir hofftn auf dein Heil, Dein Segen werde ihm zu Theil! Verleih' auch uns durch Preußens Thron, Den lang- und heißersehnten Lohn Der Müh'n, die in der Vorzeit Nacht Der Wahn hat über uns gebracht. ES glänzt ja schön das Morgenrot- Der Wahrheit durch Dein Machtgebot! Erlcicht're Friedrich's Herrschermüh', Mit Deinem Segen kröne sie; Von Deinem Vateraug' bewacht. Mehr' er des Landes Glanz und Macht. Verleih' ihm Weisheit, Trieb unv Kraft, Zu thun, was Wohl den Seinen schafft. Wie diesem Herd In kriegdurchtobten Zeiten, Was ihnen Werth, Einst uns're Ahnen weih'ten So woll'n auch wir, was adelt, ehrt!.:,: Und da uns mild Des Friedens Sonne scheinet, Lachend Gefild Zur geist'gen Ernt' uns einet: Woll'n wir der Blüthen Wärter sein. :,: Für den stets ftomm, Wenn Haß den Geifer sprüh'te Und Tuck' erglomm. Uns Seel' und Herz erglüh'te, Den Glauben schütz' auch Preußens Fürst. Za sicher, sinkt In Nichts dann Wahn und Lüge, Durch . Nebel dringt Die Wahrheit bald zum Siege, Sie leuchtet hell uud blendet nicht. Der Du vom Glanz, O Vater, Deines Thrones Den Herrscherkranz Verklärst des Crdensohnes — Heb' Friedrich Wilhelm hoch empor! Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen von den» Postamte in M e i n i n g e n und der Kesselring'schen Hofbuchhandlunq m-Hildburghanseu und Meiningen. Preis, einschließlich des ganzen Porto, 1 Thlr. 16gr.C. M. od. 3 fl. rhein. jährlich. Druck von Döll und Schaffer in Kassel.