Deborah
- Journal
- Deborah
- Volume
- 2 (1866)
- Issue
- Heft 11 (20.5.1866)
- Date
- 1866-05-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 117 — die hiesige „llesLNikad" ihm vorschwebte. Aber nicht nur hier ist eine solch' saubere Wirtschaft, sie ist gleichmäßig verbreitet in unserem schönen Ungarlande. Ein Brief, der mir diese Woche zukam, enthält eine nicht sehr erbauliche Schilderung dieses Un- und da ich mein Tagebuch von diesen dir noch nichts erzählte, lasse Unghvär am 1. März 1866. Guter Adolf! „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht," auch bei mir ist es zerbrochen, das Krüglein der Geduld; ich übte sie gleich Hilell, aber ich bin überzeugt, hier hältst. ist nicht mehr, als die aueilla des Talmud. Dieser aber wird eigentlich nicht gelernt, er wird, um das Kind beim rechten Namen zu nennen, geradezu corrumpirt; kilxuts üben ist recht, Dasein derselben bereits vergessen. Diese Geistesarmut mag vielleicht auffallend sein, sie ist jedoch sehr natürlich, sie wird hier mit allen Commentaren geschlagen ihnen auch viele Herzen und vorzüglich vollgespickte Börsen entgegen, daher sie sehr oft hier zu Gaste sind. Der Ankunft eines solchen Heiligen ziehen gewöhnlich Herolde voraus, die und wahnwitzigen Dinge für baare Münze, jede Ausgeburt der Phantasterei gilt ihr für unantastbares Heiligthum, dem sich der kalte, profane Verstand nicht nahen dürfe, und so kommt es, daß sie in den Wundertätern leibhaftige Engel Gottes erblicken. Weilt ein Heiliger in unserer Mitte, ist das ein Signal zu hätte ich mir vorhin nicht zugetraut, allein die Noth ist die Mutter der Erfindung. Ich erwarte deinen Rath in Bälde, denn der?esa.eü ist Emanuel. (Fortsetzung folgt.) Notizen.