Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 60 (1904)
- Issue
- 4 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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32 Tod Stolles, der ihm 26 Jahre lang gedient halte, dämpfte die Festfreude. Missionar Goldstern, der durch 2>\ Jahre mit P. Stolle als Mitarbeiter,, verbunden war, spricht in seinen: letzten Jahresbericht die Überzeugung ans, daß bei manchem Juden das innere Bedürfnis sich weiter erstrecke als nach irdischem Gewinn und Genuß. Girier seiner Schüler, vordem ein strenggläubiger und selbstgerechter Jude, erkannte mehr und mehr die eigene Armut und Christi Reichtum. Einst sagte er: „wenn ich an Christus denke und seinen Namen ausspreche, geht durch mich ein beiliges Zittern. Ich sinke vor ihm in den Staub als armer, elender Sünder." — Der in Hessen arbeitende Bibelbote Dreher wurde mehrfach von Juden verspottet. In einem Geschäft sagte ein junger Mann: „wir sind hier nickt so heilig." Dreher erwiderte: „Dann können Sie auch versichert sein, daß der heilige Gott Sie dereinst nicht als einen Heiligen, sondern als einen Gottlosen behandeln wird, und dann wird es von Ihnen heißen: verloren, verloren!" Er verließ hierauf den Laden. Da rief ihn der junge Israelit zurück, um ein Neues Testament zu kaufen. Linen andern jüdischen Spötter brachte der Bibelbote zum Schweigen, indem er ihn auf Ps. *, \ verwies. — Der Kolporteur Helmich, der für das südwestliche Böhmen angestellt ist, erzählt von einer Jüdin, welche die Bibel unter der Bedingung kaufte, daß sie die Bergpredigt enthalte. Er meint, das oft geäußerte Verlangen nach der Bergpredigt sei durch die weite Verbreitung von Tolstois Büchern entstanden. — In Bukarest veranstaltete P. Adeney wieder eine Missionskonferenz. Zahlreiche Vertreter der Iudenmission aus Rumänien und andern Ländern fanden sich zu derselben ein. — Die Londoner Iudenmissionsgesellschaft vereinnahmte im Jahre *905 39 970 £. Ihre Ausgaben betrugen 37790 £. Ihr Defizit wurde auf q.645 £ herabgemindert. — Bei der Britischen Gesellschaft stand eine Einnahme von 6380 £ einer Ausgabe von 5637 £ gegenüber. — Die Hundertjahrfeier der Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft wurde in erhebender weise gefeiert, wie in London, so erinnerte man sich am 6. März auch an vielen andern Orten mit Dank gegen Gott des reichen Segens, welcher die Arbeiten der Gesellschaft begleitet hat. Der aus Anlaß des Jubiläums gesammelte und zur Ausbreitung des Werkes bestimmte Fonds beträgt bereits *75 000 £. — In Ierusalem wurde der vierte Sonntagsschul-Weltkongreß abgehalten. Ein Ausschuß übernahm die Begründung und Pflege von Sonntagsschulen in Palästina. — Lin Verein evangelischer Iudenchristen der heiligen Stadt plant die Errichtung einer Kolonie. Er will vor den Toren Jerusalems einen Platz ankaufen und hier \2 Häuser bauen, in denen bedürftige Mitglieder eine billige Mietswohnung und gleichgesinnte Nachbarn finden können. Der Schatzmeister, B. Heilpern, nimmt Liebesgaben für diesen Zweck entgegen. — In Safed wurde das neuerbaute Missionskrankenhaus eröffnet. Aus der jüdischen Presse. Tänzer will das Judentum vor Verknöcherung bewahren. Was jener mutig predigt, das fühlet: wir alle als wahr und erstrebenswert. Aber jetzt muß der jüdische Luther kommen, der mit eisernem Besen den alten Schutt und Moder aufräumt, wir haben wirklich einen Augiasstall zu reinigen. O, käme doch der Herakles oder Siinson, der dies vollbringt! . . was die Menschen nicht vermögen, verniag die Zeit. Sie schreitet fort. (A. Z. d. I. *904, S. *oo f. Der große Fortschritt der Zeit, der Israel wiederherstellen wird, ist von Israels Glauben an die in Jesu erschienene Gnade Gottes abhängig.) — Den Menschen Jesu reklamieren wir für das Iudentutn. (S. **0. Der Rabbiner Prof. Dr. Maybaum weiß nicht, daß der Name „Jesus" heißt!) — Die sagen, daß Israel der Liebe Gottes nicht würdig gewesen und nicht würdig sich gezeigt habe, begehen eine Blasphemie. (S. *<*6. Gegen 5. Mose 9, ff., Hes. 2,5 ff. u. a. St.) —Niemals ist die Frage in Israel aufgetaucht: wer ist der Nächste? (S. *5«. Gegen Luk. *0, 29.) — Das (liberale) Judentum ruht auf dem festen Grunde des Gottesglaubens und ist in: übrigen dein Gesetze der gesckichtlichen Entwicklung untertan. (S. *72. Was Seite (75 über die Aufhebung und Umgehung biblischer Anordnungen gesagt wird, erinnert an die in den D. E^ (905, S. 52, mitgeteilten Worte von Sam. Hirsch.) — wir haben eingesehen, daß wir Inden nicht genug Mission treiben, daß es unsere Pflicht ist, andere dahin zu bringen, daß auch sie das Judentum stndieren. (S. 5(6.) — Das Herz, das nach Erkenntnis luirftete, ging völlig leer aus. (S. 5(9. Dies wird von Schülern jüdisch-theologischer Lehranstalten gesagt.) — während die Thora (am Sabbath in der Synagoge) vorgelesen wird, ist ja gewöhnlich bei einen: Teil der Frauen das sogenannte Plauderstündchen. (S. 52*.) — Die von jüdischer Seite kommenden exegetischen Arbeiten stehen entweder nicht auf der Höhe der wissenschaftlichen Erkenntnis unserer Zeit, oder glauben den Nachweis ihrer,wjssenschaftlichkeit nicht anders als durch Übernahme und Übertreibung der zersetzenden Konjekturalkritik erbringen zu sollen. (S. 325.) — Die jüdische Ehegesetzgebung hat, besonders auf dem Gebiete der Ehalizah und der Ehescheidung, einen teilweise geradezu monströsen Charakter erhalten. (S. 426.) Angriff und Abwehr. *. Sehen Sie, wie machtlos Ihr Jesus ist? Er kann seinen Nachfolgern, den Russen, in ihrem Kriege gegen ein heidnisches Volk nicht Helsen. — Wer hat Jerusalem zerstört und den Tempel verbrannt? waren es nicht heidnische Völker? war der Gott Israels machtlos gegenüber den Göttern Babels und Roms? wie vor Zeiten Israel, so empfangen jetzt die Russen von Gott die Strafe für ihre vielen Sünden. (I. Miss. Int.) 2. Iesaia 55 bezieht sich auf Israel. — Der Dulder, von dem hier die Rede ist, leidet für die Sünden anderer. Israel aber leidet nicht für die Sünden Fremder, sondern für seine eigenen. Durch Israels Leiden sind andere Völker nicht geheilt worden. Wer selbst ein Sünder ist und für seine Sünden gezüchtigt wird, kann die Sünden anderer nicht sühnen. (I. Miss. Adv.) Wücherlrericht. Buchhdlg., Bethel, Wandsbek: D. H. Dolman, Das Pesachfest in Ägypten. 52 S. 5 Pfg. (00 Ex. franko 5,50 M. — Ev. Buchhdlg., Königsberg i. Pr.: *) K. Kunert, was treibt uns zur Iudenmission? *6 S. *0 Pf. 2) Derselbe, Die Geschichte der Iudenmission. *6 S. *0 Ps. 5) Derselbe, Skolkowskis „Ünverkennbare Fügungen Gottes." 72 S. — Th. Benzinger, Stuttgart: p. Langbein, Bibelbüchlein. Lin Hilfsbuch zum Verständnis der heiligen Schrift für die Hand des Bibellesers. *80 S. * M. *0 Ex. 9 M. Lwd. *,60 M. — Buchdr. d. R., Diesdorf b. Gäbersdorf (Schles.): *) Der Zionsführer. Geistl. Gedichte. 52 S. *6". *0 (m. Porto *5) Pfg. *00 Ex. franko 5,50 M. 2) w. B., Der feste Halt. Ein Ratgeber für Fragende und Klagende. 48 S. *6°. Preise wie bei Nr. *. Empfangsbescheinigung. I. Iubiläumsgaben saus Anlaß des 60 jährigen Bestehens der D. L.): N. N. N.-Lübeck (ps. *05) v*. Lv. Miss'verein- Lübeck (Koll. am *2. VI. 0*) 56.— II. Hr. Pfr. M.-^illh. u. Str. 8,40. Hr. Slip. D.-Ian. *(. Hr. Pfr. D.-Walh. 20. Hr. Miss. Fl.-Kornt. 20. Frl. K. K. - Gerl. 25. Hr. Pfr. H.- Pfeff. 26. Aus Fettb. \2 40. — III. Frl. A.-Berlin 0,60. Hr. P. B.-Vorw. *,20. Frl. M. 111. - P. 1,70. Frl. A. B.- Sp. 2. Hr. 1». Fl. - R. 5. Fr. Dr. v. - D. 5. M. Herzlichen Dank! Herausgeber: Prediger w. Becker, Wien III/*, Hainburgerstr. 2*. — Schriftleitung und Verlag: I. windolff, Berlin SW, *2 Charlottenstr. 88. — Iahrespreis: 60 Pf. oder 72 H. ö. w. Druck von I. windolff, in Berlin SW., Charlottenstr. 88.