Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 10 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Me Wmelh Ein Monatsblaii für Israeliten und Freunde Israels. Ar. 10. — 57. Jahrgang. — 1801. Anhalt: Zn X'v ’ilTöfc 9, (3 ff. .— Wie stehst du zum Heil? — Zur Erklärung von Daniel 9. — Drei christliche- A'zte. — Gebet eines Christen um den heiligen Geist. (Schluß.) — Zum Nachdenken. — Der Reichtum der 5tilformeu in den Reden JLsu. — Der Wahrheit wert. — Talmudworte. — Antwort. 3u 1. Mose 9, 13 ff. Über Berg und Thal erglänzt ein Bogen In der Farben auserlesener Pracht, wenn die Donnerwolke fortgezogen, wenn entwichen ist die Wetternacht. Diesen Bogen, der das Aug' ergötzet, Hat der Ewige dahin gesetzet. „Meine Gnade soll nicht von euch weichen!" Lagt uns Gott in diesem heiligen Zeichen. Linen Bund hat Lr mit uns geschloffen Nach der Sündflut schrecklichem Gericht. Alle find wir Seine Bundsgenoffen/' Denen niemals Lr die Treue bricht. Uns bezeugt am Fimmel jener Bogen: „Nimmermehr verschlingt die Wut der wogen Alles Leben wie zu Noahs Zeiten; Gott will euch behüten, pflegen, leiten." Doch ein ander Zeichen hat die Gnade Aufgerichtet noch zu unserm Trost: JLsu Kreuz, das auf dem Leidenspfade Still Lr trug, von blindem Haß umtost, Und an dem Lr starb, damit gefunden Könnt' die Sünderwelt von allen Wunden, Die die alte Schlange ihr geschlagen, von den allerschwersten Seelenplagen. JLsu Kreuz, auf Golgatha erhoben, Zwischen Erd' und Fimmel aufgestellt, Es verkündigt, daß der Vaterdroben Also hat geliebt die Menschenwelt, Daß Lr ihr den eig'nen Sohn gegeben Als den Mittler für das wahre Leben, Als das Lamm, das, selber ohne Schulden, Für die Schuldner sollt' den Tod er* dulden. „Um des Sohnes willen^ nimmt in Gnaden Gott euch auf ins sel'ge /Himmelreich, Macht euch frei von allem ' Sündenschaden Und dereinst den heil'gen Engeln gleich. In dem Sohne will Lr euch ansehen, Ins Gericht nicht mit den Frevlern gehen. Endlich will Lr auch in Seinem Sohne Luch erhöhen zu seinem Himmelsthrone." Also spricht das Kreuz. Zu seinen Füßen Kniet anbetend der Erlösten Thor. „Dich, 0 JLsu," jubeln sie, „begrüßen wir, der aus dem Tod uns rief hervor, Der getilget uns're große Sünde, Aufgethan des Paradieses Gründe- Uns als Mittler in'die Zahl der Frommen Des vollkommnen Bundes ausgenommen." Wie stehst du;um Heil? Der alttestamentliche Abschnitt Prediger 9, \3—J8 zeigt uns heilsbedürftige, heilsgewisse und heilsvergessene. Es ist lehrreich, das verschiedene Verhalten gegenüber dem heil näher zu betrachten. Kgl.Bibliothsk 15. X. 01