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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 9 (1901) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
9 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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69 uns in die Erfüllung durch JEsum, in die Evangelien. Die Frau und etliche andere Falafcha waren voll Freude über das Gehörte. Ihr Mann dagegen blieb finster. Er Härte mit den Ohren, aber nicht mit dem Kerzen. Die Frau bat wieder für sich und ihren Lohn um die Taufe. Ich fagte: „Warte auf Deinen Mann! Lebe ihm das Thristentum vor, dann wird er auch ein Ehrist." Der Mann begleitete uns und bat uns, ihn öfter zu besuchen und zu unterrichten. „Ich würde gerne glauben," sagte er, „aber ich fürchte mich vor meinem Bruder, der ist ein Priester und hat schon zu mir gesagt: „Wenn Du Dich taufen läßt, töte ich Dich." In Affeso wurden zwei Aamanten getauft. Drei Falafcha haben wir in der Vorbereitung auf die Taufe. Eine Schule haben wir angefangen. Sonntags wird unser Gottesdienst gut besucht. An den Wochentagen besuchen wir die um uns her liegenden Falafchaorte. Wandemhuning Negufie. Gofchu Beleta. Bischof Isaak Hellmuth. Die Airchengeschichte des $. Jahrhunderts kennt drei Iudenchristen, welche sich als evangelische Bischöfe ausgezeichnet haben: Alexander, Schereschewsky und Hellmuth. Der letztere wurde am Dezember 1(820 in Warschau geboren. Nachdem er hier seine erste wissenschaftliche Ausbildung erhalten hatte, bezog er mit 1(6 Jahren die Universität Breslau. Ein mit der L. I.-M. verbundener judenchristlicher Lehrer dieser Hochschule, Dr. 5. Neumann, ein Schüler des Missionars I. E. Moritz, lenkte die Blicke des jüdischen Studenten auf den HEiland der Welt. Aber erst nach seiner erfolgten Übersiedelung nach England schloß sich Hellmuth der evangelischen Airche an. Er wurde von einem Missionar der L. I.-M. in Liverpool getauft. Nach dreijährigem Studium der Theologie begab er sich MH, mit Empfehlungsbriefen hervorragender englischer Prediger versehen, nach Eanada. „Hier wurde er M6 ordiniert. Hier wirkte er auch in verschiedenen Ämtern bis 1(883. Namentlich machte er sich um die Förderung des höheren Schulwesens verdient. Seine vielseitige Tüchtigkeit fand vielfache Anerkennung. Schon 1(853 wurde er zum Doktor der Theologie, 1(85^ zum Doktor der Rechtswissenschaften ernannt. s87s wurde er Bischof von Huron. 1(883 legte er zum Bedauern seiner Diözese dies Amt nieder, um nach England zurückzukehren. Er hatte Aussicht, Bischof von Ripon zu werden, doch wurde ihm schließlich ein anderer vorgezogen. Erst 1(899 nötigte ihn sein Gesundheitszustand, die geistliche Thätigkeit, die er bis dahin immer noch ausgeübt hatte, einzustellcn. Am 28. Mai entschlief er im 8(. Lebensjahre zu Weston-super- Mare. Als ein Sohn der Mission vergaß Hellmuth nicht, was er dieser schuldig war. 1(865 sprach er, damals noch Archidiakonus in Huron, bei einem Iahresfest der L. I.-M. (87l( wurde er einer der Vizepatrone der Gesellschaft. J88q> hielt er die Iahresfestpredigt. Auch bei den Iahresfesten von 1(885 und IW8 trat er als Redner auf. Oft führte er bei den Vorstandssitzungen den Vorsitz, wobei er gesunde

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