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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 8 (1901) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
8 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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64 Wilna, Dr. Frohwein. führte im vergangenen Jahr Israeliten Christo zu. Ihr Missionar in Wien, P. Kameras, unterrichtete 27 von den etwa 200 Juden, welche dort i. I. $00 evangelisch wurden. Die zwischen der Britischen und ter Londoner Gesellschaft bestehenden guten Beziehungen fanden einen Ausdruck darin, daß am diesmaligen Jahresfest der ersteren ein Sekretär der letzteren, P. Gidney, eine Rede hielt. — Die Britische und Ausl. Bibelgesellschaft veröffentlichte für die Londoner Mildmaymission ein ZT. T. im jüdischen Jargon. An der Übersetzungsarbeit, die mehrere Jahre lang dauerte, beteiligte sich auch der verstorbene Joseph Rabinowitsch in Kischinew. — Die Barb ican Mission in London, über welche ihr Direktor, pred. Lipshytz, vierteljährlich m „Jmmaimel’s Witness“ berichtet, konnte ein eigenes Missionshaus erbauen (Whitechapel R. 82). — Ein jüdischer Glaser in Belfast hatte einst ein Bild einzurahmen, welches die Einsetzung des hell. Abelidmahls darstellte. Miss. Weinberger, der ihn bei dieser Arbeit traf, nahm die Gelegenheit wahr, um über die Geschichte jenes Mahles zu reden und nachzuweisen, daß JEsus das wahre passahlamm ist. Als w. wieder nach Belfast kam, begrüßte ihn der Israelit mit dem Ruf: „Ich habe meinen HLiland gefunden." Am Hrave Spinozas in der Denen Kirche im Kaag. Der Fremde tritt ins Gotteshaus hinein. Hier ruht Spinozas sterbliches Gebein. Es sind zweihundertvierundzwanzig Jahre, Da stand an diesem Ort die Totenbahre, Und rnan bestattete den Leib des großen Gelehrten, den die Juden ausgestoßen. was ihm das eigne Volk mit Ungestüm Verweigerte, das gab die Kirche ihm. Wohill hat man den Toten einst gelegt? Sieh', dieser Stein, der leine Inschrift trägt, Er deckt den Müden, der zur letzten Ruh' Hier in die Gruft gebettet wurde, zu. Spinoza ruht im stillen Gotteshaus Von allen Kämpfen seines Lebens aus. Ach, hätte doch die Kirche, die ein Grab Dem toten Sohn der Synagoge gab, Den lebendeli zuvor unter die Frommen Des heii'gell lieuen Bundes ausgenommen l <D großer Denker, der du viel vollbracht, warum hast du nicht tiefer noch gedacht? Warum bist du llicht weiter vorgedrungen Und hast nicht deinen stolzen Sinn bezwungen Ulld dich gesetzt zu JEsu Christi Füßen, Um ihn als deinen Meister zu begrüßen? Er, JEsus, ist der weiseste der weisen. Wohl allen, die mit Ihm durchs Leben reisen! Sie dürfen droben, wenn sie gläubig sterben, Das Reich der vollen, höchsten Wahrheit erben. Von JEsu zeugt die ganze heil'ge Schrift, Daß Er befreie von dem Sündengift, Daß Er bekleide mit Gerechtigkeit, Daß Er beende allen Erdenstreit. Spinoza, armer Weiser, der Prophet, Den du in deiner Thorheit hast verschmäht, Der Priesterkönig, den dn nicht geehrt: Er bleibt, bis Feuer diese Welt verzehrt, Trotz allem Haß und allem widerstreben Der eine weg zur Wahrheit ulld zum Leben. Die lnenschlichen Gedanken müssen weichen: Die Worte Christi stehen fest wie Eichen, Ja, fester noch als Fels und Diamant. Denn Ihn hat uns der Vater selbst gesandt, Damit wir auf den rauhen Lrdenwegen Durch Ihn empfangen reichen Himmelssegen. Witte. So Gott will, wird der Herausgeber der D. E. Ende September nach Wien übersiedeln. . Wer noch Missionsschriften von ihm zu beziehen wünscht, wolle sich daher baldigst melden. Ebenso werden die Leser dieses Blattes, die tiodi mit der Bezahlung desselben int Rückstände find, um baldige Einsendung der Gelder ersucht. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \5 Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: so Pf. Druck von g. lvindolff. Berlin S.W., Lhorlortentzraße 88.

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