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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 7 (1901) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
7 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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meth. Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Nr. 7. — 57. Jahrgang. - 1801. < Anhalt: Die lebenrettend.' Begegnung. — Der neunte Ab. — Das 93. Iahresskst der £. ^i.-M. — Mar Rosenstrauch. — ^ine Umfrage und ihr Ergebnis. — Das Lieblingslied Kaiser Friedrichs IR. — Die Bedeutung des Alten Testaments für das christliche Glaubensleben. — Zu Matthäi 6,34. -- Zu Apg. 7,23. — Voltaire und Christus. — Aus Briefen von Mifsionsfreundeir. — Bücherbericht. — Antwort. Die lebenrettende Begegnung. Der blaue Fimmel leuchtet über Rom. Was zieht sich dort entlang am Tiberstrom? Wer ist der Mann tm schmutzig-dunkrln Kleid, Gebeugt von Scham und Furcht, in tiefem Leid, Umringt von Kriegern und von dein Gedränge Neugieriger? Was will die Menschenmenge? Lin Missethäter wird zullt Tod geführt: Ls soll an ihm geschehen, was ihm gebührt. verwirkt hat er feilt Leben, von den Kettelt Und von dent Tode kalln ihit itieinand reiten. Und doch: Lin Rettungsweg ist jetzt noch off Cll. Der arme Schächer wagt aufs neu' zu hoffen. Seilt Herz erbebt von ungestümen Schlägen. Denll plötzlich komlnt ein Weib dem Zug entgegen: Lin Weib in weißem, glänzendem Gewand. Die zarte Stirn umgiebt ein toeißes Band. Ihr Antlitz strahlt Erbarmen aus. Sie schreitet Dahill, von einent Liktor nur begleitet. Ls ist der Vesta priesterin. Zu wem Das Haupt sie neiget mit dem Diadem: Der braucht zu sterben llicht. Lr wird dem Lebelt, Wenn er den Tod verdient, zurückgegeben. — vor Gottes Heiligkeit sind arme Sünder Wir Menschen alle: Alte und anch Kinder. Auf Erden hat llicht Liner seilt Gebot vollbracht, wie er es sollte. Darum droht Uns allen Sein gestrenges Strafgericht. Und dem Gericht entzieheit wir uns nicht. Auch kann keilt andrer Mellsch von seiner Peilt Uns, die des Richters Urteil traf, befrei'n. Auch die vestaliit hilft uns llicht. Rur Liller Kanlt ttns erretten: ILsus Ehr ist; sonst keilier. Wenn Lr bem Sünder naht im Dornenkranz. Die Augen hell vo,t des Lrbarinens Glanz, Die Hände, die durchgrab'nen, ausgeftreckt, Die Schulter mit bem Purpurkleid bedeckt: Dann naht dem Todeswürdigen das Heil, Und Leben, wahres Leben, wird feilt Teil. So sei getrost, der Du getragen hast Der Sündenschulden zentnerschwere Last! Laß Gottes Sohlt und Priester Dir begegnen! Lr wird Dich unaussprechlich reichlich segnen. Frohlocke dann mit allen Heimgenossen: „Der HLiland hat fein Blut für uns vergossen!" Der neunte %b erinnert nach dem Talmud an fünf traurige Ereignisse der Geschichte Israels. An diesen: Tage wurde dem Volk während der Alüstenwanderung der Eintritt in Aanaan verboten, wurde der Tempel in Jerusalem zun: ersten- und zun: zweitenmal zerstört, wurde Bethar, die Festung Barkochbas, erobert und durchpflugte Turnus Rufus den KgLBibliottiek 16 m oi

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