Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 6 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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48 in Dresden, Kran ach str. \8, für 2 M. jährlich bezogen werden kann. Den Mitgliedern des genannten Vereins, welche wenigstens 3 M. als Jahresbeitrag zahlen, wird der „Tier- und Menschenfreund" unentgeltlich geliefert. In Berlin nimmt man Roßstraße 27 H. Bestellgelder und Beiträge entgegen. Zu Waith. 28, 20. Heut' noch hält der gute Hirt seinen Arm ob den Getreuen. Heut' noch setzt der große Held seinen Fuß aufs Haupt des Leuen. Heut' noch nimmt der Lhrenkönig starke Geister sich zum Raub. Heut' noch hebt der Fürst des Lebens Sünder aus des Todes Staub. (Der Pilger z. H.) Zum Wachdenken. Kann nicht zu Gideons doppeltem Zeichen wunderbar ein drittes treten? Zuerst war Gideons ausgebreitetes Fell feucht und alles Land ringsum trocken. Israel war einst voll Tau von oben und die Heidenwelt dürr und öde. Nun ist das andere Zeichen schon lange da: das ganze Erdreich wird befruchtet und erquickt mit den Lebenskräften des Evangeliums, und das eine Israel liegt dürr und tot da. Gewiß, es wird die Zeit kommen und kommen das dritte Wunder, daß mit der Fülle der Heiden auch Israel eingehen wird zur Seligkeit, daß auch in Israel Kinder Gottes geboren werden wie Tau in der Morgenröte und der Gnadentau des grünen Feldes nirgends fehlen wird. (Präpositus E. Keil.) 2. Das ist gewiß für einen Judenmissionar die gediegenste Ausrüstung, für eine Judenmiffionsgesellfchaft das arbeitskräftigste Kapital und für die Miffionsfreunde der wertvollste Beitrag: die eigene Heilsgewißheit aufgrund des Versöhntodes Lhristi und die dankbare Liebe zu dem HErrn, der uns verlorene Sünder durch fein Leiden und Sterben erlöst hat. Das wirkt erbarmende Liebe, schafft Freudigkeit zur Arbeit, giebt dem Zeugnis Kraft und Wärme, wirkt Selbstverleugnung und Ausdauer, macht, was namentlich für den Arbeiter in der Judenmission nötig ist, fröhlich in Hoffnung und geduldig in Trübsal. (P. Th. Schärf.) 3. Unser Leben, das in so viele Bruchstücke zerfällt, oder doch auseinanderzugehen droht, braucht einen Generalnenner^ der diese Bruchstücke vor Zerfall bewahrt, sie vielmehr zur Einheit bringt. Das ist unser Verhältnis zu Gott, der Glaube, daß unser Leben nur in der steten Beziehung auf Gott, in der Gemeinschaft mit Gott seinen wert und sein Ziel finde. Im Glauben gewinnt unser Leben Einheit und Stetigkeit und wird vor Zerrissenheit bewahrt. (P. Glück.) Kirr ZLekermLnis des Erfinders Hh. Edison. Nachdem ich jahrelang die Natur studiert habe, kann ich an dem Dasein eines höheren Wesens, welches das Weltall im Gange erhält, ebensowenig zweifeln, wie ich an meinem eigenen Dasein zweifeln würde. Zur Statistik. Im Jahre 1899 traten in Berlin j55 Juden zur evangelischen Landeskirche über. In Bayern schloffen sich gleichzeitig ](6 Juden der lutherischen Kirche an. ^897 wurden in Rußland 873 Israeliten in die sog. orthodoxe Kirche ausgenommen: gegen 90* i. I. 1896. Im Jahre ^900 traten in Budapest 200 Personen (darunter 444 Erwachsene) aus dem Judentum aus. *899 schloffen sich in ganz Ungarn 395 Israeliten (204 Männer, M Frauen) einer der christlichen Kirchen an, während 66 Christen (darunter 6 Evangelische A. K.) zum Judentum übergingen. — In Warschau wohncn 25! 678 Juden unter 645848 Einwohnern, nahezu so viele wie im ganzen Gouvernement Wilna, wo 240362 leben (in der Stadt Wilna sind 79000). In Persien leben 40 000 Inden: 5500 in Teheran, 5000 in Jspahan, 4500 in Hamadan, 4 000 in Sineh, 3 500 in Schiras usw. Herausgeber: Prediger w. Bäcker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \5. Verlag: Goßnersche Misstonsbuchhandlung, Friedengu-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. 'Druck von 3. tPinboIff, Berlin 8.^.,. LbarlottenEraße 88. -