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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 2 (1901) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
2 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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16 3. Liebe zu Christus ist der Bogen, der den Pfeil des Gehorsams abschießt; die Triebfeder, die die Räder der Pflicht in Bewegung setzt. Liebe ist das Mark in den Gebeinen der Treue, das Blut in den Adern der Gottseligkeit, die Nerven geistlicher Kraft, ja, das Leben wahrer Andacht. Der Mensch, in dessen Kerzen Liebe wohnt, muß thätig sein. Ebenso leicht könnte das Herz aufbören zu schlagen als die Liebe zu arbeiten. Die Liebe ist voller Thalkraft und kann sich nicht mit geringfügigen Dingen begnügen. Sie ist die Quelle des Heldenmuts, aus der große Thaten hervorsprudeln. Sie ist ein Rrese, der Berge auf Berge häuft, und dem der Haufen noch immer zu klein däucht. Sie ist ein großes Geheimnis, denn sie macht das Bittere süß, den Tod nennt sie Leben und das Leben Tod, Schmerz ist ihr oft weniger schmerzhaft als Freude. (€. h. Spurgeon.) 4. Wohl rühmt der Himmel mit seinem Sternenheer Gottes Allmacht, die Erde mit ihrem Blumenschmuck Gottes Weisheit, das Meer mit seinen brausenden wogen Gottes Größe. Aber nie ist Gott größer, als wenn er gegen den gefallenen Sünder Gnade übt, wenn er für das Schlechteste, die Sünde, das Beste, seinen Sohn, giebt. Nun muß dir bei der Botschaft: „Aus Gnaden seid ihr selig geworden" das Herz aufgehen zu dem Preis: „Ehre sei Gott in der höhe." (Der Nachbar.) <£08 des Hebetes. weiß ich oft nicht, wo aus und ein, so wend' ich mich zum Beten und spüre alsdann, wie Gottes Trost und kilfe mir so nahe ist. Heinrich Bullinger i. I. 1565. Oft weiß ich nicht, wo aus und ein vor schweren Kümmernissen. Es wird von mannigfacher Pein Mein armes Herz zerrissen. Ein Heer von Feinden stürmt heran, Zu schaden mir, soviel es kann, Mit ganzem Ernst beflissen. In solcher meiner Angst und Pein, In solchen Seelennöten, Begehr' ich hilf' von Gott allein Mit brünstigen Gebeten. Ich wag' im Glauben an den Sohn, Den Er uns gab, vor Seinen Thron Als Bittender An treten. Und niemals blieb noch unerhört Das Fleh'n in ILsu Namen. Die Bitten wurden mir gewährt: Gott sprach ein kräftig Amen. Mir waren Trost und Hilfe nah'. Ich spürte sie erfreut. Ich sah', wie , e als Antwort kamen. Und neuer Lebensmut gewann Besitz von meiner Seele. Des Nebels Finsternis zerrann. Ls floh in seine Höhle Der Trauergeist beim Morgenrot, Da ihm der Herr der Welt gebot, Daß er nicht mehr mich quäle. Nein, niemals es vergeblich ist, Wenn ich an Gott mich wende, wenn durch den HLiland ILsum Lhrist Ich die Gebete sende, weil sie in Ihm willkommen sind, So segnen mich, das Erdenkind, Des höchsten treue Hände. Drum preis' ich des Gebetes Kraft vor meinen Brüdern allen, Das uns befreit aus schwerer Haft Nach Gottes Wohlgefallen. O, betet glaubensvoll mrt mir An jedem Tag, solange wir Noch hier auf Erden wallen! ZSücheröerkcht. Bidle House, London, E. C.: God’s Word in God’s World JReport of the Br. & Eor. B. 8. 79 p. — Buchh. Philadelphia, Stuttgart: A. Pfeifer. Abendxsalter. Lieder für die hansandacht. 72 S. 50 Pf. — L Boysen, Hamburg: Dr. med. Rauschenplat, was bedeutet „ewig"? Line chrifto ogische Abhandlung. 5. 80 Pf. — Gebr. Lüdeking, Hamburg: M. Glage. wie stellen wir uns zur Gleichberechtigung der Richtungen innerhalb der Kirche? \2. S. — wuppertbaler Traktatges., Barmen: w. Becker, Familienabende nach der Ordnung des Kirchen- )ahrs. \23 S. \ Mk. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße ß. Verlag: Goßuerfche Ulissionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 80 Pf. J>ru<f von J. windolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.

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