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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 1 (1901) · page 1

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Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
1 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Nr. 1. — 57. Jahrgang. — 1901. Inhatt: llUt Gott! — Das zwanzigste christliche Jahrhundert. — Missionswanderungen in Abessinien. — Benedictus Levita. — Die zweite Ankunft des messias in den Gebeten der Airche. — Jüdische Lhronik. — Antworten. Mt Gott! Mit Gott hinein in die neue Zeit! Gr ist der Fels der Ewigkeit, Der nimmermehr zerbricht und zerschellt, Verginge auch die ganze Welt. wer Gottes Sohn an der Seite hat, Der findet immer Rat und That, Der kämpft sich endlich hindurch und siegt, wenn auch ein ganzes Heer erliegt. wer sich auf Gottes Geist verläßt, Der steht in allen Stürmen fest, Den ängstet keine Gefahr und Not, Die ihn von rechts und links bedroht. wenn du mit Gott verbunden bleibst Und Ihm dich täglich aufs neue verschreibst^ So schreckt dich auch das Sterben nicht: Im Tode strahlt dir das Lebenslicht. Das zwanzigste christliche Jahrhundert ließen viele am Januar $00 ansangen. Nach Dionysius Exiguus, dem Urheber unserer Zeitrechnung, welcher zuerst den 25. März, später den Januar des Jahres 75<\ nach Roms Erbauung als den Anfang des „ersten Jahres Lhristi," den 25. Dezember 75H als den Geburtstag Lhristi betrachtete, beginnt das 20. Jahrhundert am Januar $0i(. In Wirklichkeit fiel sein Anfang freilich schon auf den Januar $97, da Dionysius sich um Jahre geirrt und die Geburt Lhristi i. I. 750 n. R. E. (wahrscheinlich im Januar) stattgefunden hat. Aber wir bleiben bei der herkömmlichen Zeiteinteilung und feiern daher jetzt den Eintritt in das letzte Jahrhundert des zweiten christlichen Jahrtausends. Der Talmud stellt die Weltzeit der Woche gegenüber. Wie diese 7 Tage zählt, so wird jene nach ihm 7 Jahrtausende umfassen. Er bezeichnet die beiden ersten Jahrtausende als das des Gesetzes entbehrende, die beiden folgenden als das unter dem Gesetz stehende Zeitalter, das dritte paar als die Tage des Messias, das siebente Jahrtausend als den Weltsabbath und das Welterlaßjahr. Nun schreibt Israel jetzt das Jahr 566J der Weltzeit. Also muß nach jener talmudischen Angabe das Zeitalter des Messias längst angebrochen sein. Und so verhält es sich auch thatsächlich. Aber leider sieht Israel immer noch nicht die Herrlichkeit des neuen Bundes. Bezeugen wir ihm dieselbe im neuen Jahrhundert mit neuem Eifer! Gott will es, daß wir mit unserm Bekenntnis die selige Friedenszeit anbahnen, welche auch nach dem letzten Buche des N. T. dem Ende der Weltgeschichte vorangehen wird. Wehe dem Menschen, welcher diesem göttlichen Willen mit Widerwillen begegnet! Erbitten wir uns von Kgl.Bibliothek 20. m.ci

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