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Dibre Emeth · 1900-01-01 · 10 (1900) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
56 (1900)
Issue
10 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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80 Mancherlei Haben in Hrnem Iienst. Die heilige Schrift zeigt uns eine Fülle von Charakterbildern. Jede menschliche Eigenart hat hier ihren Vertreter. Gott gliedert alle diese verschiedenen Menschen, sofern sie sich von Kerzen ihm hingeben, in seinen plan ein. Gr wendet sie beim großen Tempelbau seines Reiches an, wie ein weiser Baumeister Haupt- und Ziegelsteine, Marmor- und Porphyrsäulen an der rechten Stelle anbringt und zu einem schönen Ganzen vereinigt. Alle natürlichen Gaben gelangen erst in seinem Dienst zur vollen Entfaltung. Linen Mose machte sein angeborenes Herrschertalent tüchtig, Israel durch die wüste zu führen. Iosua, der feurige Held, war besonders zum Feldherrn und Gröberer befähigt, wie herrlich hat Gott die dichterischen Gaben Davids gebraucht! Seine Harfe wurde für die Jahrtausende geweiht und geheiligt. Gott erhöht die fromme Ruth, die still ihre Tochterpflichten erfüllt und nicht nur Volks-, sondern auch Glaubensgenossin ihrer Schwiegermutter wird, vom demüligen Dienst zur Herrin. Ja, wir sehen ihren Namen auf der Stammtafel des HGilandes. Im Neuen Testament stnden wir den feurigen Petrus, den zurückhaltenden Nathanael, den schwermütigen Zweifler Thomas, den rückhaltslos vertrauenden und liebenden Johannes. Des HLilands Blick entdeckte ihre besonderen Gaben, und seine Hand schliff diese Gaben zu Edelsteinen für seine Krone, von ihm erhielten auch das Nardenkrüglein der Bethaniscben Maria, Tabeas fleißige Nadel und Lydias gastfreies Haus einen Ewigkeitsstempel, weil diese an . sich kleinen Gaben ihm dargebracht wurden. — So meine denn niemand, er sei zu schwach und könne nichts thun. wie oft ist Gottes Kraft in den Schwachen mächtig! wie oft ruft er nicht geistesstarke und gelehrte, sondern einfache," schlichte Leute in seine Nachfolge! Gr kann auch Dich in seinem Reich gebrauchen. Thue das wenige, das Du kannst, so gut wie möglich! Jedes Werk sei Dir ein rechter Ernst. Dann wird er, der nur fordert, was er zuvor gegeben hat, Dir einmal das Zeugnis ausstellen: „Du bist im Geringsten treu gewesen. Du hast gethan, was Du konntest." (Nach dem „Edelweiß".) Zum Nachdenken. Die Nackt Israels ist doch nicht ganz dunkel. Ls leuchtet in ihr noch ein Stern der Verheißung. Ganz Israel ioIl noch einmal die Decke von den Augen weggenommen werden, daß es sehen wird den, den ihre Väter durchstochen haben. Dann wird das Volk, das gesündigt hat wie kein anderes, auch Thränen der Reue und Schmerzen meinen, wie sie nie auf Erden sind geweint worden. Dann werden sie wieder rufen: „Dein Blut komme über uns und unsere Kinder", und es wird über sie kommen zur Versöhnung und Erlösung. Dann werden dem HGrrn die Thränen, die er über sein Volk geweint hat, zur Freudenernte werden, und die Stätte seiner Thränen und seines Gerichts wird die Stätte seiner Herrlichkeit werden, von der seine königliche Majestät ausgehen wird in alle Länder bis an die Enden der Erde und alle Reiche und alle Völker dieser Erde verwandeln wird in ein Reich Gottes und in ein Volk Gottes. (D, daß bofy die Zeit bald käme, uw die Fülle der Heiden eingegangen ist in das Reich Gottes und eben damit die Stunde geschlagen hat, wo mit der Bekehrung Israels die letzte und herrlichste Periode des Himmelreichs auf Erden anbricht und nach all den dunkeln Nächten und schweren Kämpfen der Erde es endlich auch auf ihr Tag und Friede wird! (F. Mallet.) Empfangsbescheinigung. Sr. E.-B., Fr. L.-Z. je Fr. P. A.-St. 2. Hr' Pr. B.-H., Hr P. H.-Pf. je 5. Fr. I.-Gerl. 3,30. Sr. P. Fl.-Gr. £)r. P. M.-Z. 3. Hr. Sup. D. - I. 7.50. Ref. Frauenv.-Sred. \o. I^r. P. Er.-D. (Koll.) \5. Fr. P. S.-L. ^65 52. Missionsverein-Gerl. 20. Edzardistiflung-Hamburg joo. Herzlichen Dank! Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \5. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 80 Pf. Druck von I. Windolff, Berlin 8.W., Lbarlotienüraße 88.

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