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Dibre Emeth · 1900-01-01 · 7 (1900) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
56 (1900)
Issue
7 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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56 empfiehlt uns segnend und fürbittend dem höchsten Gott, der Fimmel und Erde erschaffen hat. Er bringt dem höchsten Lob dar für unsere Liege. Gerechtigkeit, Frieden, Kraft, Fürbitte und Lob Gottes hat er für uns, der König von Jerusalem, ILsus, der ^Eiland. Sollten wir ihm nicht auch den Zehnten opfern von allerlei: von Kraft, Zeit, Mühe, Sorge, Liebe, Gebet, Geld? (Hofprediger Schniewind am Iahresfest des B. I.-v. $00.) Zum Aachdenken. Die größere Mehrzahl der ersten Christen waren Israeliten. Nun steht nichts so fest, als daß den Israeliten die Anbetung einer Kreatur als das äußerste Maß von Frevel galt, wie wären jene Tausende von Israeliten dazu gekommen, den Namen IEsu anzurufen, wenn ihnen nicht seine Person und sein Leben überzeugende Thatbeweise seiner übermenschlichen göttlichen Natur dargeboten hätten? In Bezug auf die Anrufung IEsu finden wir keine Spur von Meinungsverschiedenheit zwischen den Uraposteln und Paulus. (CD. Schwarzkopf.) 2. wenn doch der Friede Gottes unser Stecken wäre und bliebe, der uns durch die dunkeln Thäler des Diesseits hindurchführte zu den lichten Götzen des Fimmels, wo der ewige Friede waltet! Laßt es uns nimmer vergessen, daß wir in dieser Welt den Frieden nicht finden! Sie ist und bleibt friedlos und kann daher den Frieden nicht geben, wahren Frieden können wir nur in Christo IEsu finden. Er ist um unserer Missethat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen, auf daß wir Frieden hätten. So lasset uns denn zu dem Gekreuzigten gehen und ihn bitten um den Frieden unserer Seele! (L. Lemke.) 3. Warum pulsiert der Gedanke an Israel so matt in den christlichen Kreisen der Gegenwart? weil überhaupt der warme Pulsschlag apostolischen Lebens so wenig kräftig unter uns ist. Es mangelt an jenem Durchgebildetsein der christlichen Einzelpersönlichkeit und der gesamten Gemeinde durch die Geisteskraft des paulinischen Evangeliums, wie es durch den Apostel selbst vorgebildet ist. Auf dem Gebiet unseres eigenen inneren Lebens liegen für uns die nächsten und fruchtbarsten Möglichkeiten gegenüber den Schäden unserer Zeit. Bitten können und sollen wir den HErrn im Himmel, daß er alle Fleischeskraft und allen Fleischeswillen in uns zerbreche. (G. Nagel.) Aussprüche von gofepf} AalrinormLsch. In einem Augenblick erkannte ich, daß unsere jüdischen Bankhalter mit ihren Millionen nichts für uns thun können; unsere weisen und Staatsmänner mit all ihrer Wissenschaft können nichts für uns thun; unsere Kolonisationsgesellschaften mit all ihrem Kapital können nichts für uns thun; unsere einzige Hoffnung liegt in IEsu, unserm Bruder, den wir gekreuzigt haben, den Gott auferweckt und zu seiner Rechten gesetzt hat. — Nicht ohne Grund haben die Juden ein Sprichwort: „Lin Jude hat noch keinen guten Donnerstag gehabt." Seit dem Donnerstag, an welchem Judas seinen Meister IEsum Christum in die Hände seiner Feinde überlieferte, ist dieser Tag für uns ein Tag des Unglücks und Mißlingens geworden. — Die Flecken des heiligen Blutes unserer Brüder, der Propheten, des Blutes unseres HLilandes IEsu Christi haben den Heiligenschein, der einst über Israel schwebte, verdunkelt. Das erwählte Volk ist zu einem verfluchten geworden. — wollen wir uns dem nähern, der wie ein Knecht für .30 Silberlinge von unserm Bruder Judas verkauft worden ist, dem, der mit der Dornenkrone vor uns steht, aus dessen Wunden das heilige Blut fließt, welches uns den Zutritt zum Fimmel gewährt! Lasset uns ihm dieselben Worte sagen, die Josephs Brüder sagten: „Lieber, vergieb Deinen Brüdern die Missethat und ihre Sünde, daß sie so übel an Dir gethan haben!" — Unsere Schuld besteht darin, daß Israel bis jetzt nicht gewahr wird, wen es ans Kreuz genagelt hat. Lasset uns auf den blicken, den wir durchstochen haben! Er war der eingeborene und erstgeborene Sohn Gottes (Sach. J3, jo). Sein Name fei gelobet in alle Ewigkeit! Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \5. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahresxreis: 80 Pf. Druck von X Mindolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.

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