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Dibre Emeth · 1900-01-01 · 5 (1900) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
56 (1900)
Issue
5 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Hlr. 5. — 56. Jahrgang. — 1900. Anhalt: Lin Religionsgespräch. — Vater Hyacinthe Loyson und Dr. Mar Nordau — Die andere Sonne. — Die Frühlingstage der evangelischen Kirche. — Calvin über seine Bekehrung. — Händels Tod. — Der Anatom Joseph Hyrrl. —Auf jüdischen Friedhöfen. — Jüdische Chronik. — Bücherbericht. — Empfangsbescheinigung. Ein Neligionsgespräch. Nach meiner Erfahrung find alle (Lhristen Judenfeinde. — Da bedarf Ihre Erfahrung einer Erweiterung. Dem wirklichen Sachverhalt entspricht sie gottlob nicht. — Kennen Sie denn einen Ehristen, der uns Juden aufrichtig zugethan ist? - Mehr als einen. — Ich möchte einmal einen sehen, der mir wirklich freundlich entgegenkommt. — Nun, ich zeige Ihnen ja ein solches Entgegenkommen. Ich besuche Sie und biete Ihnen das Beste an, was ich habe. — Ihre Schriften kann ich nicht gebrauchen. — Es würde Ihnen doch vielleicht nützlich fein, sie zu lesen. — Das wäre gegen mein Prinzip. — Ebenso äußerte sich ein f}m-, als er aufgefordert wurde, ein Schreiben zu lesen, welches eine Bitte enthielt. „Bittschriften nehme ich grundsätzlich nicht an," sagte er, ohne den Brief eines Blickes zu würdigen. Wie ärgerte er sich nachher, als er hörte, daß das zurückgesandte Schreiben von seinem besten Freund ausgegangen war, der ihn darin zu Gast gebeten hatte! Manche Grundsätze sind eben dazu da, daß sie beseitigt und durch richtige ersetzt werden. — Sie meinen wohl, Ihre Drucksachen enthalten eine göttliche Einladung? — Gewiß. Namentlich lädt Gott in dieser Bibel Sie ein, sein Gast zu sein. — Ich kenne Gott. — IEsus sagt: „Niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren." — Ich habe früher auch das N. T. gelesen. Aber viel mehr als die christliche Religion zieht mich die buddhistische an. — Mas erscheint Ihnen denn im Buddhismus als besonders bedeutsam? — Die Reinigung von Leidenschaften, die er fordert. — Die gleiche Forderung stellt das Ehristentum auf, und dies verlangt nicht nur eine schwere Leistung, sondern schenkt auch eine himmlische Kraft zum Thun des Guten. — H?o findet man solche Kraft? — Bei Lhristo, dem Mittelpunkt des Lhristentums, dem Vollender des inmitten Israels gestifteten Gottesreichs, dem Erfüller der a. t. Weissagungen. ~ Sie wollen mich wohl zu ihm bekehren? — Das ist mir nicht möglich. Die Bekehrung hat der Allmächtige sich als fein besonderes Werk Vorbehalten. Aber ich wünsche herzlich, daß Sie den Weg betreten, den ich Ihnen zeige, ja, daß bei allen Israeliten das Wort zur Wahrheit werden möge: „Ihr wäret wie die irrenden Schafe, aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Kal Rihlinl-hpk m nn

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