Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 56 (1900)
- Issue
- 2 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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uns armen Kreaturen. Indessen glaubte ich doch, was er mir sagte, und es blieb Ivt mir kein Ameise! dagegen übrig. Denn ich hatte so viel von ihm gesehen und gehört aus d eser Reise mit ihm, daß es mir in meinem Kerzen ausgemacht war, er sei ein treuer Diener IEsu Ehristi." Per ThaLServeis des ßhristentums. Ein Prediger wurde von Freidenkern zu einer Disputation aufgefordert. Da sagte er: ,,wir wolle?! nicht lange disputieren. Bringet mir ein Dutzend Männer, welche durch Eure Lehren von lasterhaften Gewohnheiten befreit worden sind! Ich werde Euch meinerseits ebensoviele Männer vorführen, welche das Evangelium bekehrt hat." Aber dieser Vorschlag wurde nicht angenominen. Offenbar fehlte es den Gegnern des Evangeliums an dem notigen Thatbeweis für die heilsame Wirkung ihrer Lehren. Gottlob stehen dem Ehristentum allerorten lebendige Zeugen für den heilsamen Einfluß, den es auf die Menschen ausübt, zur Seite. Aus der Geschichte der Berliner ZLrüdergerneine. ,,Gehst Du fleißig in die wilhclmstraßc?" fragte Friedrich der Große manchmal einen Unteroffizier, Namens Thomas, nachdem er erfahren hatte, daß derselbe sich zu den Gottesdiensten der Brüdergemeine in Berlin hielt. Dem Kriegsmann behagte diese Frage nicht. Um beim Könige nicht anzustoßen, zog er sich von jenen Versammlungen zurück. Als Friedrich ihn wieder einmal nach der Wilhelmstraße fragte, antwortete er: .Majestät, ich finde es nicht für nötig, so oft wie sonst dorthin zu gehen." Überrascht sagte der König: „Also bist Du kein so großer Schwärmer, wie ich glaubte?" Bald darauf starb ein alter Offizier. Der Oberst, den? der König früher gesagt batte, er wolle den Unteroffizier Thomas zum Offizier befördern, sobald es eine Lücke gebe, erkundigte sich bei seinem Kriegsherrn, ob Thomas die Stelle haben solle. Aber Friedrich erwiderte: „Nein, nein'. Er soll sie nicht haben. Er geht nicht mehr so oft wie sonst nach der Wilhelmstraße." Der große König, der leider selbst nicht fromm war, achtete wirklich fromme Soldaten hoch, weil dieselben wie gegen Gott, so gegen ihren irdischen Herrn ihre Schuldigkeit thaten. Aber Leute, deren Frömmigkeit wetterwendisch war, konnte er nicht leiden, wäre mehr Eharakterfestigkeit in unfern Reihen zu finden: wir Ehristen hätten auch inmitten Israels längst eine größere Zahl von Freunden des Evangeliums gewonnen. Zur SLaListlik. Deutschland hat 5 jüd. Großgemeinden: Berlin (86152, mit den Vororten 92000 Juden), Frankfurt a. M. (20 000), Breslau (*8 ^9), Hamburg (*7 308), Köln (fast *0 ooo). Die \o Mittelgemeinden sind: München (780o), Nürnberg (6000), Posen (58*o), Leipzig (4872), Mannheim 0*798), Mainz 0*300), Hannover (4*5*), Königsberg 0*076), Beuthen (3026), Fürth (30*0). Auf diese *5 Gemeinden entfällt mehr als J/3 der jüd. Gesamtbevölkerung Deutschlands. — Der badische ev. O. K. R. meldet von Karlsruhe 52 Iudentaufen binnen 5 Jahren (*89^-98). Die Juden Badens bilden *,5 0/0 der Bevölkerung. In der Landwirtschaft sind sie mit 0.*, in der Industrie mit 0,6, im Beamtenberuf mit *,*, tin Handel mit 8,6 % beteiligt. Beruflos sind 3,3 % bei den Männern, 2,9 bei den Frauen, von *000 badischen Juden widmen sich 7 der Landwirtschaft, 25 dem Beamtenberuf, 68 der Industrie, 250 dem Handel, während 85 ohne Beruf sind. — *898 wanderten 27 086 Juden in Amerika ein. *5^*29 kamen aus Rußland, 992* aus Österreich-Ungarn. Mm baldige Einsendung der Kattegevüljr für 1900 wird freundlichst ersucht. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße *3. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 60 Pf. Druck von g. Mindolff, Berlin S.W., (Ebatlottenftrafje 88.