Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 12 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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96 in Gemeinschaft mit Miss. Touff die Fräulein Barbieux und Villaumoros. Zwei Jüdinnen wurden getauft, aber die eine bewährte sich nicht, wie der Antisemitismus die Juden verbittert, zeigt ihre Frage: „Würde JLsus den Christen gestatten, uns so zu hassen, wenn er uns liebte?" Die Zahl der üon der Gesellschaft verbreiteten Missionsschriften belief sich auf *058. — Die Britische Gesellschaft f. d. I. besitzt 22 Missionare und 80 freiwillige Mitarbeiter. Um ihre Thätigkeit weiter auszudehnen, wurde ein neuer Fonds (PKe Million Penny Fund) begründet. Beim letzten Jahresfest erzählte der Vorsitzende, P. D. A. Herschell, ein Oheim des kürzlich verstorbenen Kanzlers Lord Herschell, von einer Reife, die er einst nach Thorn, dem Geburtsort von Kopernikus, unternahm, um dort wohnhafte, der Synagoge treu gebliebene'Glieder seiner Familie zu besuchen. Gr traf dort mit einem aus derselben Gegend stammenden Judenchristen zusammen, der während seines qojährigen Aufenthalts in Indien den HLiland kennen gelernt hatte und ebenfalls seine Angehörigen besuchte. Dieser Proselyt, ein Kaufmann, unterstützte mit 300 £ (6000 Mk.) die Judenmission in Westpreußen. Sodann zahlte er jahrelang 50 £ (tooo Mk.) für die Evangelisation Siziliens. Außerdem half er bei allerlei christlichen Glaubens¬ und Liebeswerken. In der indischen Baptistengemeinde, welcher er angehörte, bekleidete er das Amt eines Diakons. — Der Pfarrer der Londoner Parochie Whitechapel suchte seine Gemeinde in einem Hirtenbrief für die Judenmijsion zu gewinnen. Er schrieb u. a.: „Wir wünschen nicht, proselyten zu machen (wir können nicht vergessen, was unser Herr hierüber sagt), aber wir möchten gerne, daß die Juden die Segnungen genießen, deren wir selbst uns erfreuen. Ls ist kein Wunder, daß sie nicht Lhristen werden wollen, wenn sie unser sog. Lhristentum sehen." von einer außerhalb der Pfarrkirche angebrachten Kanzel aus wird den Juden im Sommer regelmäßig das Evangelium gepredigt. Aber auch innerhalb der Kirche finden Misstonsgottesdienste statt. — In Teheran starb ein Bruder von Miss. Norollah, gleich diesem ein Judenchrist. Derselbe zeigte seit seiner *888 erfolgten Taufe einen festen Glauben an Christum, vor seinem Tode bekannte er, JLsus habe ihn glücklich gemacht. Bei der Leichenfeier predigte Miss. IX. vor etwa 600 Zuhörern, Muhammedanern und Juden. Lin Jude aus Bagdad, der XI. besuchte, schilderte in Gegenwart vieler Juden die Linwirkung des N. T. auf seine Denkweise folgendermaßen: „Lhe ich das N. T. las, war ich sehr gegen das Lhristentum, aber Gott öffnete meine Augen, und ich fand, daß JLsus der von Mose und andern Propheten verheißene wahre Messias ist?' N. unterrichtet 7 junge Männer viermal wöchentlich in je t Vs stunden. — Lin Arbeiter der Judenmission der sog. Alten Kirche in Kalkutta, Karl F. Olsen, meldet ein erfreuliches Wachstum des vor mehreren Jahren begründeten Werkes. Mari begann mit einer Sonntagsschule im Judenviertel der Stadt, die bald größere Räume beziehen mußte. Später wurde eine Tagesschule ins Leben gerufen, die jetzt 2 Lehrer und 60 Schüler zählt. Dazu kam die Anstellung von 2 Missionaren, welche den Erwachsenen das Evangelium in Wort und Schrift zu bringen haben. ZSei Kreöserkrankungen wird Arsenik mit Erfolg angewandt. Lin dem Herausgeber der D. L. bekannter Herr wurde unter Gottes Beistand durch dies Mittel vom Kehlkopfkrebs befreit. Lr stand in der Behandlung des Herrn Dr. Trunecek in Prag. Heinrichsgasse 27. Empfangsbescheinigung. Dr. A.-A. *. R. R.-A. und Fr. P. A.-St. je 2. Hr. J.-H., Hr. M.-St., P. D.-Br. je 5. Fräulein L. D.-L. 6,05. Sup. D.-J. 7. Hr. W.-A., Frl. L. L.-A., Hr. W.-R. je *o. Missions verein Gerlingen 20 + ^o,30. Verein der Freunde Israels in Lübeck 30. Fr. G. durch P. K.-Breslau 50. Brüdergem. Rixdorf 62,H*. Ldzardistiftung in Hamburg *oo. Herzlichsten Dank! Anzeige. Der Zutritt zu beit im Berliner Brüdersaal, wilhelmstr. *36, an jedem Donnerstagabend 'um 6 Uhr stattfindenden Vorträgen steht jedem unentgeltlich frei. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße *3. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. Druck von 3. windslff, Berlin S.W., Lharlsttenstraße 88.