Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 11 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Cin Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 11. — 55. Jahrgang. — 1899. Inhalt: „Ich möchte heim!" — Aus dem 9i. Jahresbericht der £. I.-M. — Aus Abessinien II. — Zu Rol. J, 12—20. — Zum Nachdenken. — Fadenscheinige Gründe gegen die Arbeit der Iudenmisfion. — In der Sommerfrische. — Tierquälerei und Judenhaß in Frankreich. — Bücherbericht. „Ich möchte heim!" Zur Erinnerung an den am 26. September 4399 zu Gerlingen entschlafenen Pfarrer G. Mörike, den Verfasser der in den D. G. von $98 (Nr. 3) veröffentlichten „Brüderlichen Worte an Israel." „Ich möchte heim." So riefst Du, Teurer, Als Dir der Tod genaht. saus, Du sehntest Dich nach Deines Vaters Das JEfu Gnadenthat sHaus, Auch Dir, da er am Kreuz gehangen, Erschloß. Drum sxrachst.Du mit verlangen: „Ich möchte heim." „Ich möchte heim." von dieser Heimat Du manches Jahr gezeugt. fhast wo immer war von schwerer Sorgen- Lin Menschenkind gebeugt, [laft Da lehrtest Du es aufwärts schauen, Zum Vater beten mit vertrauen: „Ich möchte heim." „Ich möchte heim." Wie an die Lhristen- So wandtest Du Dich gern sheit, An Israel, das sich verirrte weit von seinem Gott und HLrrn. Ihm zeigten „brüderliche Worte" Die eine wahre Lsimmelspforte. „Ich möchte heim." „Ich möchte heim." Du bist nun ange- Am heißersehnten Ziel, slangt wo niemals mehr vor Erdenleid uns Bei süßem Harfenspiel. sbangt Hab' Dank für all Dein treues Lieben, Das uns ins Herz das Wort geschrieben: „Ich möchte heim:" Aus dem 91. Jahresbericht der L. I.-M. Die aus Glaubensgehorsam und Nächstenliebe hervorgehende Missionsarbeit wurde in gewohnter Weise betrieben. Bei der mündlichen Verkündigung des Evangeliums erfreute sich Miss. Norollah in Teheran wieder des Vorrechts, mehrfach in einer dortigen Synagoge predigen;u dürfen. Die meisten Hausbesuche (20^) machte auch im letzten Jahr Frau Guttmann in London. Wie der den Israeliten angebotenene Dienst von diesen ausgenommen wurde, zeigen die nachstehenden Mitteilungen. Einem Hamburger Missionsgehilfen, welcher das Haus eines dortigen Synagogenvorstehers betrat, rief dieser zu: ,,Die Zudringlichkeit von Euch Missionsleuten geht über alle Grenzen. Es wundert mich, daß Ihr Eure Missionsarbeit nicht in unserer Synagoge ausüben wollt/' Der andere antwortete: „Ich bin gerne bereit, für den Rabbiner zu predigen, wenn er mich einlädt." In Lemberg warnten öffentliche Anschläge, welche die Unterschrift des Oberrabbiners trugen, iKsI.ßiblfothek 9i-.XL 99