Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 7 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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56 sich ihre Wunderkraft, der erquickende, verjüngende Duft. Manche Besitzer nahmen Wasser aus Flüssen und Gräben oder wandten das reine Himmelswasser mit unreiner Gesinnung an. Allmählich vergaß man fast allgemein bei der Pflege der Blume das Wichtigste und achtete nur auf Form und Farbe. Da erkrankte der König.. Als er schon viele Wochen gelitten hatte, bat er seine Diener: „Bringt mir die Paradiesblume! Sie allein kann mich retten." Man brachte Blumen von verschiedener Form und Farbe. Die einen waren übergroß, die andern weiß wie der Schnee oder rot wie der Abendhimmel. Aber keine verlieh dem Kranken neue Lebenskraft. Endlich erschien ein kleines Mädchen, die Tochter eines Arbeiters der königlichen Gärten, mit einer Pflanze im Schloß. Die Kleine-hatte einst von dem Könige einem Ableger der Paradiesblume erhalten zur Belohnung dafür, daß sie stundenlang nach einem verirrten Zicklein gesucht hatte. In einer regenlosen Zeit war sie unter vielen Beschwerden auf hohe Berge gestiegen, um die Pflanze mit reinem Himmelswaffer besprengen zu können. Als der Duft ihrer Blumen ins Krankenzimmer drang, rief der König: „Jetzt werde ich gerettet werden. Das ist die echte Paradiesblume." Und alsbald genas der Kranke. — Die Paradiesblume ist die Lehre JLsu. Diese nimmt je nach der Beschaffenheit der Menschen, bei denen sie Wurzel faßt, verschiedene Gestalten an. Die Hauptsache an ihr ist die Kraft, die sie ausströmt. Aber nur dann geht Segen von ihr aus, wenn das Wasser des heiligen Geistes sie frisch erhält. Sollen aber JEsu Wort und Geist vereint zu unserm Heile wirken, so darf auf unserer Seite wahrer Herzensglaube nicht fehlen. (Nach M. Mees.) §er Zionismus in Watästina. wie Missionar Hanauer in Jaffa schreibt, werden die türkischen Gesetze, welche die Juden an der Einwanderung nach Palästina hindern, streng gehandhabt. Jeder Israelit hat beim Landen in Jaffa jooo Mk. als Bürgschaft dafür zu zahlen, daß er nicht länger als 30 Tage bleiben werde. Diese strenge Behandlung gilt als eine Folge der zionistischen Bewegung, viele jüdische Landbesitzer sind über den Zionismus sehr ungehalten und behaupten, daß er für sie den Zusammenbruch des Vermögens bedeute. Dagegen schwärme:: die jüngeren Juden für ihn. Lin solcher zeigte Hanauer einen Paxierstreifen mit der folgenden Inschrift: und erzählte ihm mit großem Ernst die Geschichte derselben, hiernach hinterließ ein großer Rabbi in Wilna, der vor joo Jahren starb, bei seinem Tode ein Schreiben für die Rabbiner in Jerusalem mit der Bestimmung, daß dieser Brief erst nach Ablauf eines vollen Jahrhunderts an seine Adresse gesandt werden dürfte. Nachdem nun die festgesetzte Zeit kürzlich verstrichen war, traf der Brief aus Wilna in Jerusalem ein. Er enthielt aber nur die obigen Buchstaben, vergeblich bemühten sich die Rabbiner, das Rätsel zu lösen, bis dies endlich einem Lhakhanr gelang, welcher weiser als die übrigen war. Die Deutung lautete: „Der Ewige wird erheben Dr. Theodor Herzl." ZSüchervericht. London Society, 16, Lincoln’s Inn Fields, London, W. C.: 1) W. T. Gidney, Missions to Jews. A Handbook. 4 th Ed. 143 P. 6 d. 2) M. Wolkenberg, The Tkeory u. Practice of Judaism 11. Christianity as represented in tbe Organs of tbeSynagogue. 85P. — Föreningens förJsraelsmission förlag,Stockholm: W. Becker, G. I. Andersson. En tidigt mognad sionsbudbärare. 32 S. 20 öre. — Br. u. A. Bibelgesellschaft, Berlin, Königgrätzerstr. 8j: D. M. Luther, Das Neue Testament und die Psalmen. Durchgesehene Ausgabe. 329 u. 63 S. Geb. \5 pfg. — I. L. Hinrichs, Leipzig: F. weich mann, Das Schächten. Mit Vorwort von Prof. Strack. 46 S. 60 pfg. — L. Simion, Berlin: Dr. B. Lohn, Jüdisch-politische Zeitfragen. 79 S. — E. Streisand, Berlin: Dr. med. M. Krisowski, Unsere Schätze — unsere Kinder. Für Ärzte, Lehrer und Eltern. 52 S. Ilm Hinsendung der rückständigen ISestelkgetder wird dringend geveten. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \5. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. 7»ruck von windolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.