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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 7 (1898) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
55 (1899)
Issue
7 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Cm Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. WMT: Wr. 7. — 55. Jahrgang. — 1899. Inyatt: Zun: Gedächtnistage der Zerstörung Jerusalems. — Im Grunewald bei Berlin. — Das 9l Iahresfest der k. I.-M. — Aus Gran. — Lmilie Heuser. — Mehningers Geschichte des Christentums. — Zu H. Mose 4, XO. — Zu I. Petri 2. 9. — Eine gesegnete Missionsarbeit. — Die Paradiesblume. — Der Zionismus in Palästina. — Bücherbericht. — Bitte. Jam Gedächtnistage der Furchtbar hat der HLrr gesprochen, kjat seines Volkes Horn zerbrochen Und sein Jerusalem verbrannt. Heil'ger Ort, wo Priester wachten Und am Altäre Opfer brachten, Du liegst zerstört, entweiht, verbannt. Rein süßer Harfenklang, Rein froher Psalmgesang steigt zum Fimmel. Das Heiligtum, Israels Ruhm, Ls ward zur wüste um und um. Hat denn Gott sie ganz verstoßen? Ist seiner Gnade Thor verschlossen Für immer Abrahams Geschlecht? Nein, den Elenden, den Armen verheißt er wiederum Erbarmen, Und Gnade soll ergeh'n für Recht. Zerstörung Jerusalems. Denn groß ist feine Treu' Und alle Morgen neu Seine Güte. Drum nicht verzagt! Er selber sagt, Daß er uns nicht von Kerzen plagt. Aber Rettung kann nur finden, wer murret wider seine Sünden Und ernstlich sich zum HLrrn bekehrt, was ist aller Sünden Rrone? Wenn man dem ew'gen Gottessohne Den Einzug in das Herz verwehrt! Drum wirklich Buße thut, Wer nicht verschmäht das Blut Des Messias, Wer nie vergißt, daß JEsus Christ Auch ihm zum 2\z\\ gestorben ist. Im Grunewald bei Berlin werden während der Sommermonate an jedem Sonntagnachmittag von einem christlichen Verein junger Männer gottesdienstliche Versammlungen abgehalten. Unweit des Hundekehlensees stellt sich eine Anzahl Vereinsmitglieder unter den hohen Liefern auf, um unter der Leitung des Grafen Andreas Bernstorff oder eines Vertreters desselben mit Gebet, Gesang und Bekenntnis den HGrrn der Welt und seinen eingeborenen Sohn zu preisen. Die Feier beginnt um 5 V2 Uhr und dauert gewöhnlich eine Stunde. Sobald das erste geistliche Lied erschallt, bleiben einzelne Spaziergänger, Lhristen und Israeliten, stehen, um zuzuhören. Der kleine Areis wird allmählich größer, wenn auch manche nach kurzer Zeit weitergehen, so halten doch andere aus und stimmen in die Gesänge ein, wozu ihnen durch Darbietung von Liederheften Gelegenheit gegeben wird. Sie lauschen den dann folgenden Ansprachen und vereinigen sich schließlich mit den Veranstaltern der Versammlung in der Anrufung Gottes. Natürlich kommen, gehen und bleiben inzwischen auch immer wieder neue Lustwandler, so daß der Anblick der Umstehenden beständig wechselt.

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