Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 6 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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H8 Au Mark. 10, 27. In des Herausgebers „Kreuzzug" (2. Aufl. S. 65) wird der 1(890 vom Aussatz befallenen amerikanischen Missionarin Mary Reed gedacht. Seit (898 kann man von ihrer wunderbaren Heilung berichten. Nachdem die furchtbare Krankheit bei ihr ausgebrochen war, trat sie in das Aussätzigenheim zu Pithoragarh in Ostindien ein, um dort im Dienst der Nächstenliebe das eigene Elend zu vergessen. Über den Verlauf ihrer Krankheit schreibt das „Lalwer Missionsblatt" (*898, 5. 54), nach schweren Leidenszeiten feien immer wieder Ströme von Gnade und Frieden über sie gekommen, die ihr als eine Erhörung der Gebete ihrer zahlreichen Freunde in Amerika und Indien erschienen, endlich aber sei eine Wendung zum Bessern erfolgt. „Die äußerlich sichtbaren Kennzeichen der Krankheit machten nur ganz geringe Fortschritte, die Schmerzen im Halse und in den Augen, sowie andere peinliche Erscheinungen machten sich aber recht fühlbar. So stand es noch Anfang Januar d. I. Dann aber kam eine Wendung." Unsere Öuelle läßt hierüber indische Zeitungen von Mitte März MS reden: „Seit einiger Zeit hatte man in der Umgebung von Frl. Reed den Eindruck, daß sie allmählich gesund werde. Arznei wurde nicht angewandt, da ja die Krankheit allgemein für unheilbar gilt. Frl. Reed aber hat von Anfang an geglaubt, daß der Aussatz wieder weichen und sie gesund werden würde, vor einigen Wochen nun begab sie sich nach Khanpur, um sich von den Ärzten untersuchen zu lassen, und am 25. Februar haben der dortige Brigadearzt Lordon und der Livilarzt von Khanpur erklärt, sie sei, so gut wie geheilt. Da das Wesen ihrer Krankheit früher von ausgezeichneten Ärzten war festgestellt worden, kann darüber kein Zweifel sein, daß man es hier mit der wunderbaren Heilung einer unheilbaren Krankheit zu thun hat." Aas evangelische Kospiz zu Johannisvad in MöHrnen, von welchem wir schon 1(892 und 1(895 berichteten, übt seine segensreiche Thätigkeit an bedürftigen Badegästen des Lehrer-, Beamten- und Kaufmannsstandes ohne Unterschied des religiösen Bekenntnisses seit 1(898 in einem geräumigeren und günstiger liegenden krause aus. Die örtliche Leitung übernahm eine Diakonissin aus Krenzburg. Für die neue Einrichtung brachten frühere Hospizbewohner 224 Mk. auf. Der Ertrag eines Kurkaxellenkonzerts und Liebesgaben aus Deutschland und Österreich deckten die höheren Miets- und sonstigen Kosten. Die Zahl der ^898 versorgten Gäste betrug ^9. Alle fanden die gewünschte Erholung, einige eine wunderbar rasche Heilung von schwerer Krankheit, protektorin der Anstalt ist die Frau Prinzessin Bathildis Amelgunde von Schaumburg-Lippe auf Schloß Nachod. Äufnahmegesuche und Geldsendungen richtet man an ihren Stifter und Vorsteher, Herrn Landesbauinspektor Hauptmann Sutter zu Schweidnitz. Möge dies internationale und interkonfessionelle Liebeswerk in dem von den furchtbaren Hochwafferfluten des Sommers 1(897 durch Gottes Gnade verschont gebliebenen böhmischen Badeort immer mehr Personen sowohl in leiblicher als in geistlicher Einsicht zu einem Segen werden! Möge sich die Verheißung Matth, 28, welche auf dem Hausschilde des Hospizes zu lesen ist, in solcher doppelten weise an immer mehr Hospizbesuchern erfüllen! Dem edlen Begründer aber, der 1(896 selber ein schweres Leiden zu bestehen hatte, wünschen wir, daß Gott, ihm seine Wohlthätigkeit leiblich und geistlich vergelten und ihn dem Johannisbader Hospiz noch lange als Oberhaupt erhalten wolle. Kmpfangsöescheinigung. P. B.-v., Fr. Dr. St.-Fr., Hr. L.-B., P. Fl.-R., Fr. P. B.-N., Insp. M.-H. je 0,60. Dech. Kl. u. Frl. M.-L. je { M. Fr. P. Sp.-H. u. Frl. Bl.-Sp. je 2. P. V.-Kl. S. 2,50. L. S.-S. u. Fr. Dr. V.-D. je 3. P. W.-N. D. §. Ref. Miff.-V. Fredericia i(0. Anstalt Bethel (aus Amrum) 25. Herzl. Dankl Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \5. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 80 Pf. Druck von 3. windolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.