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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 11 (1898) · page 1

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Journal
Dibre Emeth
Volume
54 (1898)
Issue
11 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Ar. 11. — 54. Jahrgang. — 1898. Inhalt: Der verheißene Sproß aus dem abgelmuenen Stamme Isais. — Aus dem 99. Jahresbericht der L. I.-M. — E. Rupprechts Einleitung ins A. T. — Zur Einweihung der Lrlöserkirche in Jerusalem. — Darwins Urteil über die theidenmission. — prüfe dein Gewicht! — Der Messiasglaube im heutigen Judentum. — Zu Jakobi 5, 4. — Aus dem jüdischen Aalender. Der verheißene Sproß aus dem abgehauenen Stamme Isais. Alle Verheißungen Gottes sind und bleiben unauflöslich. Aber sie sind dem Glauben gegeben. Dem Unglauben gegenüber verwandeln sie sich in Drohungen. Da wird der Segen Abrahams zum Fluch (Ier. 2% 9; \2, \8; %% \2). XDo aber der Glaube ist, da erfüllt sich die ihm gegebene Verheißung nicht etwa sogleich, sondern sie erzieht, prüft und stärkt erst den Glauben, läßt lange die Erfüllung ausstehen, oft bis Verhältnisse eintreten, die sie unmöglich, erscheinen lassen. Ja, es kommt wohl gar eine Zeit, da die Verheißung völlig vernichtet zu sein scheint. Abraham z. B. sollte den Sohn der Verheißung opfern und damit die Verheißung selber für immer vernichten. Aber sie wurde nicht vernichtet, erhielt vielmehr infolge des unerschütterten Glaubens Abrahams eine gewaltige, wunderbare Stärkung von Gott. Freilich, wenn Israel den Glauben fahren läßt, wie einst König Ahas, der unter heuchlerischem Scheine das Wort Gottes, das durch Iefaia an ihn erging, verspottete, da wird Gottes Verheißung zur Drohung. Nicht ein königliches Eheweib aus dem Hause Davids, wie Israel nach der Verheißung hoffen mußte, sollte nach dem drohenden Worte Gottes durch Iesaia den verheißenen königlichen Heiland gebären, sondern eine Jungfrau, deren Herkunft garnicht näher bezeichnet wurde Qef. 7/ JO—^). Durch dies Gotteswort schien die Verheißung Gottes so gewiß aufgehoben, so gewiß es unmöglich erschien, daß eine Jungfrau Mutter sein könne. Dem Spotte des Unglaubens war damit gleichsam ein göttlicher Spott entgegen gesetzt. Die Hoffnung des Königshauses Davids schien damit vernichtet, und damit auch die Hoffnung Israels. Und die Drohung ging in Erfüllung. Das Königshaus Davids ging unter. Israel verlor fein Land und seine Selbständigkeit; und als es später durch Gottes Gerichte und Erbarmungen wieder zum Glauben erwachte und seine Selbständigkeit durch die Tapferkeit seines Glaubens wiedergewann, da war es doch kein König aus dem Hause Davids, der es regierte. Zuletzt war in Israel nicht einmal ein Jude König, sondern ein Heide, der allerdings äußerlich beschnittene Edomiter Merodes. Und auch er war nicht selbständig, sondern stand unter der Oberherrschaft des römischen Kaisers Augustus; die Vorbereitungen einer Ifol.RlhllnHinb in vt ap

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